DELMENHORST - Ein volles Programm hatte der Arbeitskreis Umwelt der Regierungsfraktionen im niedersächsischen Landtag jetzt bei einem Besuch in Delmenhorst: Anne Zachow (CDU), Vorsitzende des Arbeitskreises, war gemeinsam mit Landtagskollegin Annette Schwarz, dem FDP-Abgeordneten Christian Dürr und weiteren Kollegen in der Stadt, um sich über verschiedene Bauprojekte zu informieren. Startpunkt war die Baustelle für das Hochwasserrückhaltebecken am Schlutterweg. Die Abgeordneten zeigten sich beeindruckt, aber auch irritiert von einigen Regeln. Die vorgeschriebene Überflutung bestimmter Gebiete im Abstand von fünf Jahren, so Zachow, erscheine ihr wenig einleuchtend. Sie halte es für sinnvoller, diese Gebiete dann zu fluten, wenn es wirklich trocken sei.

Auch über die geplante Biogasanlage der Stadtwerke Delmenhorst am Donneresch ließen sich die Politiker unterrichten. Das Konzept der Anlage, die mit Mais oder – je nach Preisentwicklung – auch mit anderen Grünpflanzen beschickt werden kann, überzeugte. Ebenso angetan waren die Besucher vor der Nutzung der Abwärme, von der voraussichtlich das Delfina profitieren wird.

Letzter Punkt auf der Tagesordnung war schließlich ein Treffen von Annette Schwarz und Anne Zachow mit Vertretern der „Interessengemeinschaft Freies Deich- und Sandhausen“ zum Thema B212. Hier standen diesmal weniger der zusätzliche Verkehr als die direkten ökologischen Folgen zur Debatte. Zachow zeigte sich dabei angetan von dem Gedanken, die Sandhauser Brake als Naturschutzgebiet auszuweisen. Diese Aufgabe, so Annette Schwarz, liege allerdings bei der Stadt. Sie hoffe, dass die von der Verwaltung signalisierte Unterstützung für die Interessengemeinschaft wirklich komme.