DELMENHORST - Seit gut einem halben Jahr ist die Sicherheit auf Delmenhorsts Straße blau. Seitdem tragen auch die gut 100 Beamtinnen und Beamten im Einsatz- und Streifendienst bei der örtlichen Polizei blaue Uniformen. „Die meisten finden die neue Uniform viel schicker als die vorherige grün-beige“, hat Norbert Zitterich festgestellt. Als Kontaktbereichsbeamter spricht er mit seinen Kolleginnen Simone Hemken, Wiebke Möller und Marion Göbel täglich mit den Bürgern und hat in den letzten Monaten so manches Kompliment für die „flotte, moderne Erscheinung“ einstecken können.

„Die Kolleginnen und Kollegen fühlen sich im neuen Outfit sehr wohl“, bestätigt Heinz Schevel, Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land. Gleichwohl wurden bereits Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der Sicherheit an ihn herangetragen. „Weil die Uniformen erheblich dunkler als die bisherigen beigefarben sind, werden sie abends und nachts auch nicht so schnell erkannt“, sagt Schevel. Zwar seien Jacken und Westen mit Reflektoren versehen, aber an den Beinen fehlten diese.

„Ähnliche Kinderkrankheiten gab es auch vor rund 20 Jahren beim Wechsel von der grauen zur beige-grünen Uniform“ erinnert sich Zitterich. Mit den Jahren sei aber immer mehr verbessert worden.

Ähnliches kann er sich auch für die jetzigen Mützen vorstellen. „Die weißen waren besser, da hat man uns schon von weitem erkannt“, meint Zitterich. Mit den dunkelblauen Mützen hebe sich die Polizei nicht deutlich von anderen Hut- und Mützenträgern ab. Vor allem bei den regelmäßigen Kontrollgängen durch die City sei das von Vorteil.

Andere wiederum haben nach Schevels Erfahrung erher etwas am Aussehen als an der Wirkung der neuen Mützen auszusetzen. „Die sind amerikanisch angehaucht“, bekam er schon zu hören – und für Zitterich ist die Bezeichnung „Delme-Sheriff“ in diesem Zusammenhang auch nicht ganz neu.

Für die Polizistinnen und Polizisten steht laut Schevel die Zweckmäßigkeit ihrer Uniformen noch vor dem guten Aussehen. Dazu gehört neben guten Trageeigenschaften auch eine leichte Pflege. „Jeder ist für seine Sachen selbst verantwortlich, eine Reinigung oder Wäscherei für alle gibt es nicht“, so Schevel. Einige Kollegen hätten in den vergangenen Wochen kleinere Probleme mit ihren Oberhemden gehabt. Die seien beim Waschen nicht nur sauber, sondern auch ein wenig heller als gewünscht geworden. Das wird noch unter „Kinderkrankheit“ verbucht.