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NWZonline.de Region Delmenhorst

Die Region braucht mehr bezahlbaren Wohnraum

08.09.2018

Delmenhorst Der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen hat am Donnerstagabend in der Delmenhorster Markthalle die Ergebnisse seiner Wohnungsmarktbeobachtung für die Region Bremen vorgestellt. Die Untersuchung verdeutlicht, dass die steigenden Bedarfe an kleinen und bezahlbaren Wohnungen in einer zusammenwachsenden und eng verflochtenen Region nur gemeinsam gedeckt werden können.

Andreas Bovenschulte, Vorsitzender des Kommunalverbundes, begrüßte dazu rund 90 Gäste aus Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft. Susanne Krebser, Geschäftsführerin des Kommunalverbundes, stellte die Kernergebnisse der detaillierten Analyse vor:
 Die Stadt Bremen und die Städte und Gemeinden in der niedersächsischen Nachbarschaft wachsen immer enger zusammen. Dies führt dazu, dass sich die Preise für Mieten und Bauland immer mehr aneinander angleichen.  Der demografische Wandel führt dazu, dass in Zukunft immer mehr kleine Wohnungen benötigt werden. Vor allem ältere Paare und Alleinstehende werden laut Prognose bis 2030 in der Region rund 22 000 neue Ein- und Zweizimmerwohnungen nachfragen. Gleichzeitig wird es immer weniger Familien mit Kindern geben.Außerdem wird dringend mehr bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit geringeren Einkommen benötigt. Die Bestände an geförderten Wohnungen schrumpfen rapide und beschränken sich auf wenige Standorte in der Region, insbesondere in Bremen, Delmenhorst und den Kreisstädten Wildeshausen, Verden und Osterholz-Scharmbeck.
Um die errechneten Bedarfe von rund 36 000 neuen Wohnungen in der Region zu schaffen, ist es erforderlich, dass alle Kommunen an einem Strang ziehen und Flächen an guten Standorten, in der Nähe von Schulen, Nahverkehr und Einkaufsmöglichkeiten bereitstellen sowie bestehende Quartiere weiterentwickeln. Um das regionale Vorgehen abzustimmen, entwickelt der Kommunalverbund nun eine regionale Wohnungsmarktstrategie. Zusammen mit den Mitgliedskommunen werden Leitlinien, Ziele und Maßnahmen entwickelt, damit in Zukunft überall ein vielfältiges Wohnraumangebot möglich ist.

Der Kommunalverbundvorsitzende Andreas Bovenschulte kommentierte die vorgestellte Analyse aus politischer Sicht und sprach sich dafür aus, die Region als Handlungsebene für eine soziale Wohnungspolitik ernst zu nehmen: „Natürlich ist es in erster Linie Sache der Städte und Gemeinden selbst, sich vor Ort um die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum zu kümmern. Aber es wäre sehr hilfreich, wenn wir uns in der Region auf gemeinsame Leitlinien verständigen könnten, zum Beispiel auf verbindliche Quoten für den öffentlich geförderten Wohnungsbau bei Ausweisung neuer Baugebiete.“

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