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NWZonline.de Region Delmenhorst

Ein Festkonzert für den Grafen

22.10.2019

Delmenhorst Gleich aus zwei Anlässen lädt die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde am Freitagabend Besucher in die Stadtkirche ein: Mit einem festlichen Konzert in einer besonderen Kulisse soll dem 400. Todestag des Grafen Anton II von Oldenburg und Delmenhorst gedacht werden. Zugleich soll auf eine notwendige Neugestaltung der Grafengruft hingewiesen werden. Das Konzert beginnt am Freitag, 25. Oktober, um 19 Uhr in der Stadtkirche. Oberbürgermeister Axel Jahnz wird ein Grußwort sprechen.

Hierfür hat der Stadtkirchen-Kantor Jörg Jacobi selbst Trauermusik komponiert. Er hat sich dabei von den Musikalischen Exequien vom deutschen Komponist Heinrich Schütz aus dem 17. Jahrhundert inspirieren lassen. Als Grundlage für seine Komposition verwendete Schütz Sarginschriften. Ähnlich hat es Jacobi gemacht: Sieben der 21 Sarginschriften der Delmenhorster Grafen dienen als Basis seiner Komposition für das feierliche Konzert. „Ich habe bis Samstagnachmittag noch mit dem Chor daran gepfeilt“, erklärt der Kantor. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um eine Spende wird jedoch gebeten.

Neugestaltung der Gruft

Die Spenden sollen einem speziellen Zweck zugute kommen: Sie sind für eine Neugestaltung der Grafengruft gedacht. Denn die Stadtkirche will mit der Veranstaltung ebenfalls auf die notwendigen Maßnahmen aufmerksam machen. „Wir brauchen Unterstützung von der Bevölkerung“, erklärt Pfarrer Thomas Meyer.

Doch welche Veränderungen sind geplant? „Der Zugang zur Gruft ist wirklich alles andere als schön“, erklärt der zuständige Architekt Ejnar Tonndorf. Besucher gehen eine schmale Treppe zu der Grafengruft hinunter und müssen einen Heizraum passieren. Auch für Menschen mit Behinderung sei die Gruft sehr schlecht zugänglich. „Die Gruft sollte aber eine Ausstrahlung jenseits eines Abstellraumes haben.“

200 000 Euro Kosten

Außerdem fehlen die Infos für die Gäste zur Geschichte. Ziel ist es, durch eine zusätzliche Treppe mit einem Lift Zugang vom Kirchplatz aus zur Gruft zu verschaffen. Mindestens ein großer Vorraum solle zudem geschaffen werden, um geschichtliche Infos zu vermitteln. Der Raum sei vorhanden, er müsse nur umgestaltet werden. Für die Gestaltung der Räume hat Konstantin Zigmann von der Werbefirma „Prima Propaganda“ erste Pläne entworfen. Im Anschluss an das Konzert sollen die Entwürfe vorgestellt werden.

„Es hängt alles davon ab, wie der Rat der Stadt Delmenhorst entscheidet“, erklärt Pfarrer Meyer. Für das Vorhaben benötigt die Kirche von der Stadt 100 000 Euro. „Das ist jetzt eine einmalige Investition, die wir uns erhoffen“, sagt der Pfarrer. Insgesamt müsse eine Summe von etwa 200 000 Euro aufgebracht werden. 20 000 Euro konnte die Kirche schon durch Spendengelder sammeln. 6000 Euro wurden für das Ausstellungskonzept von der Stiftung der Volksbank Delmenhorst-Schierbrok zur Verfügung gestellt. Laut Meyer hofft die Kirche auf weitere Spenden. Gleichzeitig gehen Anträge an verschiedene Stiftungen raus. „Wenn es wie geplant umgesetzt wird, wird es ein Aushängeschild der Stadt sein“, sagt Meyer.

Anfang 2020 sollen die Sanierungsarbeiten an der Stadtkirche ohnehin beginnen. Da böte es sich an, die Grafengruft ebenfalls umzugestalten. Der Pfarrer wünscht sich, die Stadtkirche zum Reformationstag, 31. Oktober, im kommenden Jahr wieder eröffnen zu können.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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