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Urwahl Heiner Albers fährt schweres Geschütz auf

Wolfgang Bednarz

DELMENHORST - Das Wort von Heinrich Karl „Heiner“ Albers hat Gewicht. Als Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbandes Deichhorst-Stadtmitte, Geschäftsführer der Kreis-CDU und Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses ist der Mann, dessen Markenzeichen die poltrige Art und orangefarbene Oberhemden sind, einer der prominentesten Christdemokraten der Stadt. Mit einem eindringlichen Appell forderte der Kommunalpolitiker in der jüngsten Bürgersprechstunde des Stadtbezirksverbandes alle Anwesenden dazu auf, bei der Urwahl des Delmenhorster CDU-Landtagskandidaten für die derzeitige Landtagsabgeordnete Annette Schwarz zu stimmen. In seiner Schlussbemerkung holte Albers dann noch zu einer Drohgebärde aus. Sollte die Nominierung von Schwarz scheitern, könne die CDU nicht mehr seine politische Heimat sein. Die Urwahl findet während einer Mitgliederversammlung der Kreis-CDU am Freitag, 16. März, in der Gaststätte „Zum Lindenhof“ an der Stedinger Landstraße statt (19 Uhr).

Wie die

NWZ

  berichtete, tritt mit dem direkt gewählten Ratsherrn Axel Konrad ein Herausforderer gegen Schwarz an. „Ich halte ihn einfach nicht für fit genug“, begründet Albers sein Agitieren gegen den 31-jährigen, neu in den Rat gewählten Vorsitzenden des CDU-Stadtbezirksverbandes Delmenhorst Ost. Bei seiner Austritts-Drohung bleibt Albers. „Das ist eine harte Nummer, zugegeben. Aber wenn sich die Mehrheit für Konrad entscheidet, dann bin ich irgendwie falsch.“ Ausdrücklich verneint er die Frage, ob er persönliche Gründe habe, im Vorfeld der Urwahl gegen Konrad Stimmung zu machen. Wie anders gab sich Albers noch in einem Anschreiben an die Presse zur Ankündigung der Urwahl: „Wir sind sehr stolz darauf, dass bei uns alle Mitglieder entscheiden wer antreten soll, und nicht nur handverlesene Delegierte.“

„Ich kann’s mir nicht erklären, aber es ist nicht die erste Anfeindung von Herrn Albers. Seitdem ich stellvertretender Fraktionsvorsitzender bin, hat sich das Verhältnis noch einmal verschlechtert“, sagt Schwarz-Herausforderer Axel Konrad. Diesen Job hatte zuvor Albers gemacht.

Während Albers für Schwarz trommelt, gibt es auch einflussreiche Christdemokraten, die für Konrad werben. So zum Beispiel der ehemalige Fraktionschef Heinz Stoffels. In einem Sozialen Netzwerk postet Stoffels: „Lieber Axel, meine vollste Unterstützung hast du. Da kannst du dir sicher sein.“ Damit wolle er, so Stoffels, keinesfalls Einfluss auf die basisdemokratische Urwahl nehmen, schließlich habe er niemanden direkt aufgefordert, Konrad zu wählen. „Ich denke, der Stil macht es.“

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