DELMENHORST - Über die Zukunft von rund 160 Mitarbeitern der beiden von der Schließung bedrohten Wal-Mart-Märkte am Reinersweg und an der Seestraße herrscht weiterhin Ungewissheit. Beide Häuser verhandeln nach Angaben von Verdi-Gewerkschaftssekretär Heiner Schilling getrennt voneinander mit Vertretern der Geschäftsführung.
Während es für den Markt am Reinersweg bisher lediglich ein Gespräch zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gegeben habe, treffen sich Betriebsräte des Unternehmens an der Seestraße nach mehreren Zusammenkünften jetzt bereits vor der Einigungsstelle
Die nächste Zusammenkunft unter Vorsitz des Bremerhavener Arbeitsrichters Grauvogel ist am kommenden Sonnabend, 9. Juni, in einer Bremer Anwaltskanzlei.
Mit einer Einigung rechnet Schilling an diesem Tag indes noch nicht. Zunächst würden die Beteiligten ihre „Zahlenwerke“ vorlegen. Die Arbeitgeberseite habe signalisiert, den Betrieb aufrecht erhalten zu wollen. Konkretes sei allerdings noch nicht zur Sprache gekommen. Ein weiterer Gesprächstermin wurde für den 11. Juni terminiert.
Fraglich ist, ob die beiden zum Metro-Konzern gehörenden Filialen – wie Ende vergangenen Jahres angekündigt – zu Ende Juni geschlossen werden.
Mögliche Kündigungen wird es erst nach Abschluss der Verhandlungen geben. „Und erst dann laufen auch die Kündigungsfristen“, sagt Schilling. Durchschnittlich läge die Kündigungsfrist der Mitarbeiter an der Seestraße bei fünf Monaten. Das liege am hohen Lebensalter und langer Betriebszugehörigkeit
„Wer seine Kündigung im Juni erhält und eine Kündigungsfrist von sieben Monaten hat, der steht deshalb auch noch im Januar 2008 auf der Gehaltsliste“, rechnet Schilling vor.
Für weitere bundesweit von den Schließungsplänen betroffene Wal-Mart-Märkte wurden laut Schilling bereits Ende April Sozialpläne verabschiedet und Interessenausgleiche ausgehandelt.
