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NWZonline.de Region Delmenhorst

Tarifvertrag für VHS gefordert

20.11.2019

Delmenhorst Jeder fünfte Mitarbeiter der Volkshochschule (VHS) Delmenhorst wird nach Tarif bezahlt. Nicht so die übrigen Beschäftigten. Darauf wollen die VHS-Mitarbeiter Kai Reske, Gitta Bux Michèle Reske sowie Ulrike Schilling von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit symbolischen „Lohntüten“ am Rathausplatz in Delmenhorst aufmerksam machen. Schon über eineinhalb Jahre laufen hierzu die Tarifverhandlungen.

Rückblick: 2004 wurde die VHS aus der Stadtverwaltung ausgegliedert und seitdem als gemeinnützige GmbH mit Gesellschaftsvertrag geführt. Zunächst hatte die städtische Tochtergesellschaft noch einen Haustarifvertrag, erklärt Ulrike Schilling. Der wurde jedoch 2009 gekündigt. Durch Altverträge arbeite jedoch noch jeder fünfte Mitarbeiter zu tariflichen Konditionen, sagt die Verdi-Mitarbeiterin. Somit bekommen diese Angestellten für die gleiche Arbeit mehr Lohn als die neu eingestellten Beschäftigten.

Auf Manteltarif geeinigt

Die Mehrheit der VHS-Belegschaft fühle sich daher falsch behandelt und fordert eine Rückkehr zum Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst (TVöD). „Als Tochter der Stadt fühlen wir uns sehr stieftöchterlich behandelt“, sagt die VHS-Mitarbeiterin Michèle Reske.

Im vergangenen Jahr konnten sich die Verhandelnden auf einen Manteltarif, der unter anderem Regelungen zu Urlaubszeiten oder bei Krankheit enthält, einigen. Nun stehe noch der Entgelttarifvertrag aus. Doch VHS-Geschäftsführer Martin Westphal sieht hier seine Hände gebunden. „Wir können es aus eigener Kraft nicht zahlen“, sagt er. Wirtschaftlich sei das für die VHS nicht zu stemmen. Daher sei die Stadt nun am Zuge, so Ulrike Schilling.

Politische Entscheidung

In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Sport an diesem Mittwoch um 17 Uhr in der Aula der BBS II sollen die Tarifverhandlungen thematisiert werden. Die Gruppe SDP und Partner hat beantragt, dass die VHS dem kommunalen Arbeitgeberverband beitreten soll. Dann müsste die VHS den Tarifvertrag für die 45 Mitarbeiter annehmen, erklärt Westphal.

Die Forderung würde 100 000 Euro jährlich, beziehungsweise 130 000 Euro mit Leistungen wie der Betriebsrente oder Jahressonderzahlungen, kosten, sagt Ulrike Schilling. Laut der Beschlussvorlage werde im ersten Jahr nach Anwendung des TVöD mit Mehrkosten von ungefähr 138 000 Euro für die erstmalige Eingruppierung gerechnet.

Die Papiertüten in der Innenstadt sind nur eine von mehreren Aktionen, die ein Teil der VHS-Beschäftigten unter dem Motto „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ auf die Beine gestellt hat. Denn es reiche nicht mehr, interne Gespräche zu führen, sagt Michèle Reske. Mit den Aktionen wollen sie die Öffentlichkeit und die Politik auf die Problematik stoßen und ins Gespräch kommen. „Die Einzelgesprächen sind für uns meist sehr positiv“, sagt die VHS-Mitarbeiterin.

Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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