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NWZonline.de Region Delmenhorst

B 212 bewegt weiter die Gemüter

22.01.2019

Delmenhorst Keine B 212 auf Kosten der Stadt Delmenhorst – das ist das Kernanliegen der Interessengemeinschaft B 212 – freies Deich- und Sandhausen (IG). Seit mehr als 20 Jahren setzt diese sich dafür ein, dass beim Straßenbau die zu erwartende Belastung für Anwohner und Umwelt beachtet wird.

Die IG hatte sich erfolgreich dafür stark gemacht, dass für das letzte Teilstück der B 212 neu (B 212n) zwischen Harmenhausen (Landkreis Wesermarsch) und der A 281 bei Bremen mehrere Varianten geprüft wurden.

Angesichts einer auf den ersten Blick „schier unendlich scheinenden Planung für ein rein streckenmäßig recht überschaubares Stück Bundesstraße“, mache ein zweiter Blick deutlich, „warum es für die Planer so knifflig ist, zu einem rechtssicheren Planfeststellungsbeschluss zu kommen“, sagt Martin Clausen, Sprecher der IG. Als wesentlichen Punkt nennt Clausen die Verkehrsbelastungen, die entstünden, wenn die B 212n so gebaut würde wie bislang geplant: eine durch den Delmenhorster Stadtteil Deichhausen verlaufende Trasse mit Vollanschluss an die Stedinger Landstraße (L 875).

Das aktuelle Verkehrsgutachten des Lenkungskreises des Bauprojekts zeige, dass sich diese Südvariante für viele Menschen in Delmenhorst bezüglich der zu erwartenden Verkehrsbelastung, insbesondere durch Lkw, dramatisch auswirken würde, so Clausen.

Für die Stedinger Landstraße auf Höhe Horster Weg wäre 2030 beispielsweise im Vergleich zu 2015 (1200 Lkw pro Tag) bei einer Südvariante mit Vollanschluss mit rund 5300 Lkw täglich zu rechnen. Bei der von der IG bevorzugten Trassenvariante nördlich von Deichhausen mit Teilanschluss sei hingegen nur mit rund 1400 Lkw zu rechnen.

Ähnlich ist das Szenario für die Dwostraße (2015: 500 Lkw pro Tag): Bei einer Südvariante mit Vollanschluss rechnen die Gutachter mit 2700 Lkw pro Tag, bei der Nordvariante mit Teilanschluss wären es 600 Lkw. Auch an der Cramerstraße, südlich Bismarckstraße (2015: 700 Lkw pro Tag), würde das Verkehrsaufkommen laut dem aktuellen Gutachten bei der Südvariante deutlich zunehmen: 1600 Lkw pro Tag prognostizieren die Gutachter für 2030. Bei der Nordvariante bliebe es bei rund 700 Lkw täglich.

Wenn die B 212n auf Delmenhorster Gebiet überhaupt gebaut werde, dann nur die Nordvariante mit Teilanschluss, fordert die IG. Diese würde ein Verkehrsdesaster vermeiden und verhindern, „dass die Wohnqualität im Norden von Delmenhorst durch eine autobahnähnliche Straßentrasse völlig entwertet würde“, sagt Clausen. 

Gleichwohl müsse aber auch bedacht werden, ob grundsätzlich Bedarf an der B 212n durch Delmenhorst bestehe: „Eine verkehrliche Notwendigkeit besteht nicht.“

Nathalie Meng Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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