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NWZonline.de Region Delmenhorst

Vhs Delmenhorst: „Wir alle wollen einen Tarifvertrag“

12.06.2020

Delmenhorst Es muss ein Tarifvertrag her. Darin sind sich Beschäftigte, Geschäftsführer und Aufsichtsrat der Volkshochschule (VHS) Delmenhorst einig. Seit 2009 kommt die VHS ohne Tarifvertrag aus – für die bis dahin eingestellten Mitarbeiter gilt er aber noch. Dies führt zu Unzufriedenheit innerhalb der Belegschaft. Seit zweieinhalb Jahren wird deshalb über einen neuen Tarifvertrag verhandelt – bisher ohne Erfolg. Man fühle sich seitens der Stadt hingehalten, sagt Betriebsratsvorsitzender Kai Reske.

So empfindet es auch der neue Aufsichtsratsvorsitzende Robert Gabriel. Er sieht nun aber auch eine neue Chance: Mit ihm, der den Posten seit Oktober vergangenen Jahres innehat, und dem neuen Geschäftsführer Jürgen Beckstette, der die Arbeit im März aufgenommen hat, gebe es die Möglichkeit, das Ganze neu anzugehen.

Dass ein Tarifvertrag nicht nur positiv für den Arbeitnehmer ist, betont Beckstette. Auch aus Arbeitgebersicht sei er höchst wünschenswert, denn zum einen führe ungleiche Bezahlung zu Unstimmigkeiten innerhalb der Belegschaft, zum anderen könne man mit einem Tarifvertrag als attraktiver Arbeitgeber in die Öffentlichkeit wirken.

Im Kulturausschuss in der vergangenen Woche sei allerdings angeklungen, dass nur der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) Gerechtigkeit verschaffen würde, sagt Beckstette. Dem sei aber nicht so. Die Frage sei: „Ist der TVöD für die VHS geeignet oder nicht?“ Und das sei er nicht, da sind sich Beckstette und Gabriel einig. Die VHS sei eine „in hohem Maße auftragsabhängige Kapitalgesellschaft“, so Beckstette. Mit den Aufträgen sei es in den vergangenen Jahren zwar gut gelaufen, aber keiner wisse, wie es weitergehe. So sollten beispielsweise Kurzarbeit und betriebsbedingte Kündigungen möglich bleiben, aber auch die Altersteilzeitregelung des TVöD passe nicht zur VHS. Also müsse ein Haustarifvertrag her.

Doch wieso dauern die Verhandlungen seit mehr als zwei Jahren an, wenn alle einen Vertrag wollen? Es fehlt an Geld: Der Überschuss der VHS reiche nicht aus, betont Beckstette. Der Betriebskostenzuschuss der Stadt von 430 000 Euro jährlich sei seit acht Jahren nicht angepasst worden, aber die Kosten hätten sich um 20 Prozent erhöht. Er brauche eine Ansage, welchen kommunalen Zuschuss es gebe, dann könne er daraus etwas entwickeln, so Beckstette.

Benötigt würden 138 000 Euro im ersten Jahr, dasselbe Finanzvolumen wie beim TVöD, nur ohne das übrige „Korsett an Zwängen, die wir als gGmbH nicht brauchen“, wie Gabriel es formuliert. Schnellstmöglich soll nun ein Antrag über die benötigten Mittel gestellt werden, sodass diese bestenfalls im Haushalt für 2021 bereitgestellt werden können.

Entweder gebe es einen Vertrag oder die VHS müsse wieder in die Stadtverwaltung eingegliedert werden, sagt Gabriel. „Eine zufriedenstellende Lösung dazwischen gibt es nicht.“

Jana Budde Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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