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NWZonline.de Region Delmenhorst

Trasse von B212neu könnte südlich von Deichhausen verlaufen

16.05.2019

Delmenhorst Im Ringen um eine Trasse der Bundesstraße 212neu gibt es seit Mittwoch etwas mehr Klarheit: Die Straßenbauverwaltung favorisiert die Trassenvariante, die auch als Vorzugsvariante bekannt ist. Sie verläuft südlich von Deichhausen auf Delmenhorster Stadtgebiet und hat einen Teilanschluss an die Landesstraße 875 – Verkehr kann von Delmenhorst nach Lemwerder und Berne fließen und umgekehrt nach Delmenhorst. Einen Anschluss von der Landesstraße in Richtung Bremen wird es jedoch nicht geben, erläuterten Joachim Delfs, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Oldenburg, Sebastian Mannl, der ihm ab Juni als Behördenleiter folgt, und Dr. Iotislav Kountchev (Bremer Senatsverwaltung). Die Oldenburger Behörde betreut das Vorhaben auch auf Bremer Gebiet.

Die vorgeschlagene Variante habe in dem zweieinhalbjährigen Verfahren – das Planfeststellungsverfahren schließt sich noch an – die höchste Bewertung erhalten, sagte Delfs. 50 Teilaspekte wurden berücksichtigt. Gleichwohl seien noch gravierende Konflikte zu lösen. „Aber die Eingriffe in die Natur durch die beiden Nordvarianten diesseits und jenseits des Deiches wären noch deutlich schwerwiegender“, erläuterte Delfs. Begleitet hatte das Verfahren (den Variantenvergleich) der Raumplaner Jens Stachowitz aus Dortmund über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren. Es sei anfangs durchaus anstrengend gewesen, räumte Stachowitz ein, denn das Projekt sei nach wie vor umstritten. Es sei aber gelungen, eine Gesprächsatmosphäre zu schaffen. „Die Beteiligten haben gut mitgemacht.“

In einem „Markt“ in der Delmenhorster Markthalle präsentierten sich die Beteiligten und schilderten ihre Auffassung, darunter auch Martin Clausen von der Interessengemeinschaft B  212neu. Er hält auch nach dem Variantenvergleich die nördlich verlaufenden Varianten für verträglicher. „Da wird vieles entwertet“, verwies er auf die Naturschutzprobleme der Südvariante.

Wilfried Frerichs und Sonja Rose sprachen für die 200 Haushalte in Strom (Land Bremen), die durch den Trassenverlauf beeinträchtigt wären. Den Variantenvergleich anzustellen, sei „völlig in Ordnung, aber keine tolle Lösung“, sagte Frerichs. Den durch den Teilanschluss gewünschten Effekt bei der Südvariante „hätte man aber auch anders erreichen können“, kritisierte Frerichs, nämlich über verkehrslenkende Maßnahmen.

In Deichhausen lebt Günther Cordes. Ob das Verkehrsaufkommen generell geringer sein wird, bezweifelt er. Nach wie vor dürfen Fahrzeuge von Delmenhorst kommend in die Stromer Landstraße, von dort gibt es Anschluss an die A 281 und den noch zu bauenden Wesertunnel. Für die Deichhausener würde es zumindest eine Verminderung des Verkehrs geben, der nach Berne unterwegs ist. „Wir hätten eine Reduzierung“, sagte Cordes aus Sicht der Deichhausener.

Bekannt wurde auch, dass der Abschnitt der B 212neu von Berne nach Lemwerder erst 2020 zu befahren ist. Die Probleme bei der Brücke über den Motzener Kanal sind zu gravierend, sagte Behördenleiter Joachim Delfs.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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