Delmenhorst - Die Delmenhorster Lebenshilfe hat sich die integrative Erziehung von Menschen mit und ohne Behinderung zur Aufgabe gemacht. Seit 25 Jahren gibt es den Bereich Bildung und Beratung, der durch Leiterin Ilka Albers professionalisiert wurde. Jetzt hat die Einrichtung von der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung das „Gütesiegel für Qualifizierungsmaßnahmen in der Frühkindlichen Bildung“ erhalten. „Wir haben in Delmenhorst erkannt, dass die Kindertagesstätten (Kitas) immer mehr Herausforderungen zu bewältigen haben und Unterstützung brauchen“, erklärt Geschäftsführer Erwin Drefs.
Das Gütesiegel, das eine Gültigkeit von drei Jahren hat, erlaubt der Lebenshilfe jetzt als Bildungsträger Fortbildungen anzubieten, die aus Projektmitteln des Landes Niedersachsen finanziert werden. „So können wir Zusatzkräfte für Kitas ausbilden und auch die Mitarbeiter entlasten“, sagt Albers.
Dass sie das Gütesiegel nun in den Händen halten können, ist Qualitätsmanagerin Birte Dräger zu verdanken. Denn bevor es ausgehändigt wurde, musste die Lebenshilfe ihre jährlichen Abläufe, Fortbildungen, Qualität und Prozesse beschreiben. Jetzt ist sie der einzige Träger in Delmenhorst und die einzige Lebenshilfe in Niedersachsen, die dieses Gütesiegel besitzt.
Am 24. Januar hat auch schon die erste mit diesem Siegel aus den Projektmitteln des Landes Niedersachsen finanzierte Weiterbildungsmaßnahme in Kooperation mit der Stadt begonnen. Die Maßnahme „Qualität in Kindertagesstätten“ (Quik) bildet Zusatzkräfte aus, die die Mitarbeiter dadurch in Zukunft besser unterstützen können. 20 Zusatzkräfte aus Delmenhorster Kitas werden derzeit geschult. „In Delmenhorst haben wir erkannt, dass die Anforderungen immer größer werden und die Kinder eine individuellere Betreuung brauchen. Durch das Gütesiegel können wir ab sofort besser dazu beitragen, dass dies gelingt“, weiß Drefs. Mehr als 1,5 Millionen Euro stellt das Land der Stadt Delmenhorst für die Jahre 2017 und 2018 zur Verfügung, um Kita-Personal weiterzubilden und einzustellen.
