• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Delmenhorst

Hebammenzentrale soll Lücke schließen

19.12.2018

Delmenhorst /Wildeshausen Der bundesweite Hebammenmangel macht auch vor der Region nicht halt. Die Stadt Delmenhorst möchte deshalb in Kooperation mit dem Landkreis Oldenburg ab 2019 eine Hebammenzentrale einrichten. Angesiedelt werden soll diese beim Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung (DIG).

Die Zentrale soll zu drei Fünfteln vom Landkreis Oldenburg und zu zwei Fünfteln von der Stadt Delmenhorst finanziert werden. Grundlage für die Berechnung war die Anzahl der Geburten im Jahr 2016 im Landkreis Oldenburg (1213) und der Stadt Delmenhorst (853). Der Kreisausschuss des Landkreises Oldenburg hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Im Haushalt 2019 will der Landkreis 38 000 Euro für die Einrichtung und den Betrieb der Hebammenzentrale zur Verfügung stellen.

Laut Dr. Johann Böhmann, Leiter des DIG, ist davon auszugehen, dass der Verwaltungsausschuss der Stadt Delmenhorst dem Vorhaben bei seiner Sitzung an diesem Mittwoch, 19. Dezember, ebenfalls zustimmt. Auf die Stadt Delmenhorst kämen dann für das Haushaltsjahr 2019 rund 25 000 Euro zu, vorausgesetzt der Rat bestätigt den Haushaltsplan.

Lesen Sie auch: „Ausbildung für Hebammen muss geregelt werden“

Kommentar zu Hebammen-Ausbildung: Studium muss sein

Ziel der gemeinsamen Hebammenzentrale ist die bessere Versorgung von Schwangeren und Familien in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg. „Die Situation ist dramatisch“, sagt Dr. Johann Böhmann. Die rund 15 freiberuflichen Hebammen in Delmenhorst seien für die 800 bis 900 Geburten pro Jahr nicht ausreichend, so Böhmann. Insbesondere die Nachsorge von Schwangeren und Neugeborenen komme dadurch oft zu kurz. Auch im Landkreis Oldenburg könnten die derzeit 35 gemeldeten Hebammen eine adäquate Betreuung aller Frauen im Wochenbett nicht gewährleisten. Dabei hätten diese einen gesetzlichen Anspruch auf eine solche Versorgung.

Mit der Zentrale soll nun eine vom DIG angestellte koordinierende Hebamme schwangeren Frauen den Zugang zu einer niedergelassenen Hebamme erleichtern. Außerdem sollen die freiberuflichen Hebammen, die laut Böhmann nicht zuletzt durch ihr „Einzelkämpferdasein“ oft hohen Belastungen ausgesetzt sind, in Bezug auf die hohen Haftpflichtversicherungen und Qualitätsmanagement beraten werden.

Eine Gruppe von Delmenhorster Hebammen habe die Einrichtung einer Hebammenzentrale schon lange vorangetrieben, erklärt Böhmann. Die konkreten Gespräche mit der Stadt Delmenhorst und dem Landkreis Oldenburg liefen nun seit rund einem Jahr. „Die Zentrale“, sagt Böhmann, „ist aber nur eine Koordinationsstelle. Der Hebammenmangel wird dadurch nicht behoben.“

Homepage des Hebammenverbands Niedersachsen

Nathalie Meng Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.