DELMENHORST - Man merkt es dem Mann an, dass er zufrieden ist. Zwar habe er so einige Hürden überwinden müssen, doch jetzt ist Ralph Arkenau am Ziel und findet, dass Delmenhorst manchmal schlechter geredet werde als es in Wirklichkeit sei. Zum offiziellen ersten Spatenstich hatte am Montag der Bauherr des neuen Gartencenters am Niedersachsendamm eingeladen. „Das ist nicht nur ein Gartencenter, sondern ein Lebenstraum“, den er seit zehn Jahren verfolge, sagt er. Und dafür auch kämpfen musste. Konkurrenten mussten aus dem Feld geschlagen werden, eine Bebauungsplanänderung war erforderlich, den der Delmenhorster Rat aber einmütig beschloss. Was bleibt, ist eine verärgerte Nachbargemeinde, die Kaufkraftabflüsse befürchtet. Arkenau: „Ganderkesee freut sich immer noch nicht, aber ich glaube, sie haben sich jetzt abgefunden.“ Eigentlich, sinniert er, seien es auch nur einige Politiker gewesen, die etwas dagegen gehabt hätten.

Für fünf Mio. Euro errichtet Arkenau auf einer Gesamtfläche von 22 400 Quadratmetern ein 5800 Quadratmeter großes Gebäude in Stahl-Glaselemente-Bauweise, das voraussichtlich zum April, noch rechtzeitig zur Gartensaison, eröffnet wird. Der Stammbetrieb am Ströhenweg bleibt bestehen. „Wir wollen versuchen, hier mehr zu bieten als die anderen“, sagt der Unternehmer und verspricht ein „wesentlich größeres Sortiment“, ausreichend Parkplätze und ein Café, dessen Betrieb seine Ehefrau Antje übernehmen wird.