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Wohnen: Linke kritisiert höhere Mieten in Delmenhorst

23.04.2021

Delmenhorst Die Corona-Pandemie hat vieles verändert, ein Trend ist aber auch in Delmenhorst ungebrochen: Für Mietwohnungen verlangen Eigentümer immer mehr Geld. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Victor Perli (Linke) hervor. Die durchschnittliche Kaltmiete für angebotene Mietwohnungen ist in der Stadt demnach seit 2010 um 34,3 Prozent gestiegen.

Im vergangenen Jahr mussten Wohnungssuchende pro Quadratmeter durchschnittlich 6,89 Euro zahlen, im Jahr 2010 waren es 5,13 Euro. Als Gegenmaßnahme hat die Linke im Bundestag die Einführung eines bundesweiten Mietendeckels beantragt. Auf Landesebene war die Linke in Berlin mit dem Mietendeckel gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht hatte das Gesetz mit dem Verweis auf die bestehende „Mietpreisbremse“ vergangene Woche gekippt.

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Handlungsbedarf sieht die Linke, weil in Delmenhorst der jährliche Mietpreisanstieg von drei Prozent die Steigerungen von Löhnen und Renten übertreffe. Manuel Paschke, Oberbürgermeisterkandidat und Kreisvorsitzender: „In der aktuellen Krise sind steigende Mieten besonders hart. Viele Mieter sind von Kurzarbeit, Erwerbslosigkeit oder ausbleibenden Aufträgen betroffen. Ein Einfrieren der Mieten würde für eine Atempause sorgen und Betroffene entlasten.“

Paschke plädiert auch für einen stärkeren kommunalen Wohnungsbau. Schließlich verfolgten öffentliche Wohnungsbaugesellschaften keine Profitinteressen. Nach Angaben der Linken gab es in Delmenhorst vor 15 Jahren noch 5500 Sozialwohnungen. Davon seien bis heute nur 750 übrig geblieben, was einem Rückgang von über 70 Prozent entspricht. Deshalb fordert die Partei, dass Bund und Land die Kommunen beim Wohnungsbau stärker unterstützen.

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