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NWZonline.de Region Delmenhorst

Persönlichkeit im Vordergrund

11.07.2018

Delmenhorst Noch etwas unsicher wirkt Merle, als sie mit ihrer Geige, dem dazugehörigen Bogen in den Händen und einer Sonnenbrille mit rotem Rahmen im Haar vor der weißen Leinwand Platz nimmt. „Halt die Geige mal etwas weiter nach unten und schau zu mir“, sagt Cosima Hanebeck, freie Fotografin aus Bremen, und drückt auf den Auslöser ihrer Kamera. So geht das eine Zeit lang weiter. Merle wirkt schon nach einigen Minuten entspannter, befolgt die Anweisungen lockerer und lächelt.

Die 12-Jährige nimmt an einem fünftägigen Poster-Workshop der Städtischen Galerie Delmenhorst teil, der vom Arbeitskreis für Mädchen in Jugendarbeit und Schule (GeSa) organisiert wird. Noch bis Freitag werden sich die acht Teilnehmerinnen jeden Tag treffen und an ihren Werken arbeiten.

Ziel: Poster von den Mädchen

„Ziel der Aktion ist, Bilder von den Mädchen zu machen, die zu Postern weiterverarbeitet werden sollen“, berichtet Wiebke Rolfes. Die Studentin gehört zum Team der jungen Kunstvermittlungsinitiative „Copartikel“ der Städtischen Galerie Delmenhorst und hat den Workshop mitorganisiert.

Mit den Teilnehmerinnen hat sie zum Beispiel über Themen wie Eigen- und Fremdwahrnehmung gesprochen. „Die Mädchen sollen sich Gedanken machen, wie sie auf den Postern rüberkommen wollen“, erklärt sie. Eine Aufgabe dabei war, etwas Persönliches von zu Hause zum Shooting mitzubringen.

Mit Geige und Sonnenbrille

Cosima Hanebeck zeigt Merle die ersten Aufnahmen.

Bei Merle waren das Geige und Sonnenbrille. „Ich mag die Geige. Sie ist ein feines Instrument, sowohl in der Form als auch im Klang“, sagt Merle, die schon seit einigen Jahren spielt. Das Instrument sei ein wichtiger Teil von ihr.

Die Sonnenbrille mit dem roten Rahmen habe sie bei einem Urlaub mit der Familie in der Ostsee gefunden. „Sie erinnert mich immer an die schönen Tage am Meer und kommt deshalb mit aufs Bild“, erklärt die Zwölfjährige.

Genau diese Überlegungen seien den Organisatorinnenwichtig gewesen. „Wir wollten, dass die Mädchen etwas von sich auf die Fotos bringen, dass Person und Persönlichkeit im Vordergrund stehen“, berichtet Teresa Hüser vom Jugendhaus Wittekindstraße.

Gegenseitige Beratung

„Dabei mussten die Teilnehmerinnen überlegen, was sie als Person ausmacht und das hat gut geklappt“, freut sich auch Swetlana Gottwald, Sozialarbeiterin der Wilhelm-von-der-Heyde-Oberschule. Die Mädchen hätten sich bei den Überlegungen gegenseitig beraten und auch untereinander gut verstanden.

„Wenn wir von allen Teilnehmerinnen Fotos gemacht haben, wollen wir aus diesem Material Poster entwerfen. Das können dann Kollagen oder auch Bilder mit Schriftzügen werden“, sagt Wiebke Rolfes. Ziel sei, dass am Freitag jedes Mädchen ihr fertiges Poster mit nach Hause nehmen kann.

Wolfgang Alexander Meyer
Volontär, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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