Delmenhorst - Die Berufsbildende Schule I (BBS I) geht zum 1. Februar neue Wege. Durch eine Kooperation mit der Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) haben Auszubildende fortan die Möglichkeit, Kurse in Bremen zu belegen. Am Dienstag wurde der Kooperationsvertrag an der BBS I unterzeichnet.
Die Zusammenarbeit bezieht sich auf ein Modul, das Bestandteil verschiedener FOM-Bachelor-Studiengänge ist – zum Beispiel „Business Administration“. Schüler der Ausbildungsberufe „Industriekaufmann/-frau“, „Steuerfachangestellte/-r“ und „Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau“ können von dem Angebot profitieren. So sollen die Auszubildenden die Möglichkeit zu haben ihr bereits erworbenes Wissen zu vertiefen und erweitern. „Ich weiß, dass nicht jeder Schüler bereit ist, so eine Zusatzqualifikation auf sich zu nehmen“, sagt Katja Mönnig, Leiterin der BBS I. Der Unterricht mit den FOM-Kursen wird an der BBS I angeboten. Diese Stunden finden jeweils dienstags in der 9. Stunde statt. Bis jetzt soll es eine Unterrichtsstunde pro Woche geben. Los geht es mit dem Teilbereich Buchführung aus dem Modul „Kostenrechnung und Buchführung“. Alle Auszubildenden, die am Ende des Schuljahres eine Klausur erfolgreich bestehen, erhalten ein Zertifikat von der Berufsschule. Dieses kann auch als Grundlage für eine Anrechnung des Moduls an der Hochschule genutzt werden. Die erworbenen Kenntnisse und Qualifikationen sollen nach Inhalt und Niveau mit den Prüfungsleistungen eines wissenschaftlichen Hochschulstudiums gleichwertig sein.
Die FOM, eine private Hochschule, hat sich auf das Studieren neben dem Beruf spezialisiert. Studienstandorte gibt es bundesweit.
