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NWZonline.de Region Delmenhorst

Volkstrauertag: Der Opfer von Gewalt gedenken

17.11.2014

Delmenhorst Oberbürgermeister Axel Jahnz legte zusammen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Sonntag Kränze am Ehrenmal auf dem Rathausplatz nieder: Am Volkstrauertag fanden sich Stadt, Volksbund, Bürgerinnen und Bürger zusammen, um der Opfer von Gewalt und Krieg zu gedenken. Dies wurde noch einmal in der Markthalle bei einer zentralen Gedenkveranstaltung deutlich.

Der Oberbürgermeister dankte allen Anwesenden, die zu dieser Gedenkstunde zusammengekommen waren: „Sie verleihen diesem Tag einen würdigen Rahmen.“ Es zeige vor allem, dass die Anwesenden Respekt vor den Verstorbenen haben. Als einen „Tag des Innehaltens“, beschrieb Jahnz den Volkstrauertag. Weiter erinnerte er daran, dass vor hundert Jahren der erste Weltkrieg ausbrach. Als „erschreckend“ bezeichnete er die Tatsache, dass der Schrecken dieses Krieges schnell wieder in Vergessenheit geriet: „Nur zwei Jahrzehnte später kam es zum zweiten Weltkrieg.“

Axel Jahnz nahm in seiner Ansprache zudem Bezug auf die Gegenwart: auf die Krise in der Ukraine, den Bürgerkrieg in Syrien, den Terror im Irak. „Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges verging kein Tag, an dem wir uns nicht mit Gewalt und Krieg auseinandersetzen mussten.“ Er forderte in seinen Schlussworten auf, sich für Frieden, Freiheit und die Achtung der Menschenrechte einzusetzen.

Helmuth Riewe vom griechisch-deutschen Kulturverein „Dialogos“ hielt ebenfalls einen Vortrag. Man müsse an diesem, dem Volkstrauertag, auf „grausame Taten“ zurückschauen, die vor 70 Jahren geschehen seien, so Riewe. Gemeint waren die Massaker in den griechischen Dörfern Pirgi und Messovuno durch deutsche Besatzer am 23. April 1944. „Solche Taten geschehen auch woanders“, gab Riewe zu bedenken. Circa 450 Menschen seien damals bei dem Doppel-Massaker ums Leben gekommen, erzählte er. Viele von ihnen wurden in Scheunen verbrannt oder erschossen. Erst im April dieses Jahres besuchte der Verein „Dialogos“ die griechischen Dörfer, um am 70. Jahrestag in beiden Orten jeweils eine Gedenktafel zu enthüllen, die an die grausamen Massaker erinnern. Helmuth Riewe berichtete von der „Offenheit und Herzlichkeit“, die die Menschen ihm und dem Verein dort entgegenbrachten.

Musik kam bei der Veranstaltung vom Posaunenchor und einem Violinen-Trio der städtischen Musikschule. Das Totengedenken verlas Bürgermeister Hermann Thölstedt.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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