Delmenhorst - FDP-Sprecher Claus Hübscher hat offenbar den Nerv von Kultur-Fachbereichsleiter Arnold Eckardt getroffen, als er in einer Pressemitteilung die Qualität des Kulturangebots in der Stadt bemängelte (NWZ -Bericht „Liberale machen sich Sorgen um die Kultur“ vom 8. Januar). Hübscher kritisierte, dass die jetzigen Kulturbüro-Mitarbeiterinnen keine eigenen Akzente setzen würden, stattdessen ein „eingefahrenes Programm“ wiederholten.
Das will Eckardt nicht unkommentiert lassen. Das Kulturbüro, lässt er über das städtische Pressebüro mitteilen, werde „seit zwei Jahren erfolgreich kommissarisch von Ann-Kathrin Meyer geführt“. „Ihr (...) erfolgreiches Wirken lässt sich an den in den Jahren 2011 und 2012 durchgeführten Veranstaltungen messen. Ebenso ist es ihr gelungen, Drittmittel erfolgreich einzuwerben, sodass unter anderem auch bewährte Veranstaltungsreihen wie die ,Neue Musik‘ und das Jazzfest aufrechterhalten werden konnten.“
Hintergrund von Hübschers Einlassung war die Versetzung der ehemaligen Kulturbüro-Leiterin Birgit von Glan (ehemals Lohstroh) nach der Rückkehr aus der Elternzeit in den Bereich Soziales. Von Glan sei eine Frau mit Kreativität und Erfahrung, die im Kulturbüro am richtigen Platz gesessen habe, findet Hübscher. Auch in dem Punkt sieht sich Eckardt in der Pflicht, etwas gerade zu rücken. Von Glan sei ein Arbeitsplatz gemäß ihrem Wunsch, die Arbeitszeit auf 20 Stunden zu verkürzen, zur Verfügung gestellt worden. Damit, so Eckardt, konnte „den Wünschen und der beamtenrechtlichen Stellung von Glans vollends entsprochen werden“.
