Delmenhorst - Der Sieg des SPD-Kandidaten Axel Jahnz (56) bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag hat eine Stichwahl verzichtbar werden lassen. Mit 63,1 Prozent vereinte der Huder Noch-Bürgermeister zwei von drei Wählerstimmen auf sich. Im November wird er das Oberbürgermeisteramt antreten.
So lange wird noch der im Jahr 2006 als SPD-Kandidat gewählte, bei der jetzigen Wahl als Einzelbewerber angetretene Patrick de La Lanne (52) im Amt bleiben, das er bis zum letzten Tag gewissenhaft ausüben werde. „Das ist meine Pflicht“, sagte der amtierende Oberbürgermeister der NWZ . Zu seiner Niederlage – mit 17,2 Prozent liegt de La Lanne noch hinter CDU-Kandidatin Heidi Naujoks (19,7) – sagte de La Lanne trocken: „Ich habe die Wahl verloren. Ich kann nur Axel Jahnz und der Stadt alles Gute wünschen.“ Natürlich habe er sich ein besseres Ergebnis erhofft. Jetzt werde er analysieren, woran es lag. Zu seiner beruflichen Zukunft hielt sich de La Lanne bedeckt, nur so viel ließ er raus: „Ich kann Rechtsanwalt werden. Es ist eine beruhigende Situation, Jurist zu sein.“
„Vielleicht war nicht genug Zeit da“, sagte die CDU-Kandidatin Heidi Naujoks (57) zu ihrem Abschneiden bei der Wahl. Es sei für die CDU ein riskanter Ansatz gewesen, ihrer unkonventionellen Bewerbung Raum zu geben. Aber „wir würden es heute nicht anders machen“.
Wahlsieger Jahnz, dem der Karrieresprung von einer Landkreis-Gemeinde mit 16 000 Einwohnern in eine Stadt mit 74 000 Einwohnern bevorsteht, war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Am Wahlabend hatte er noch gesagt: „Jetzt muss ich sehen, ob ich das auch kann.“ Leicht irritiertes Gelächter war die Folge.
