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NWZonline.de Region Delmenhorst

9. November 1938: Erinnerung an einen schwarzen Tag

10.11.2015

Delmenhorst Vor 77 Jahren, am Abend des 9. November 1938, brannte die ehemalige Delmenhorster Synagoge an der Cramerstraße, eines von rund 1400 jüdischen Gebetshäusern im ganzen Land, die von SA und SS in Brand gesteckt wurden. Es war Reichspogromnacht. In Delmenhorst ist es Tradition, an diesen schwarzen Tag in der deutschen Geschichte mit einer Gedenkstunde zu erinnern, so auch am Montag. Vertreter sämtlicher Glaubensgemeinschaften, der Politik und vor allem der seit 1997 wieder in der Stadt heimisch gewordenen jüdischen Gemeinde nahmen daran teil. Nach der Gedenkstunde im Rathaus ging die Gruppe zur ehemaligen Synagoge und im Anschluss zum Jüdischen Friedhof, um der Opfer zu gedenken.

„Wir wollen nicht vergessen, was in deutschem Namen geschah“, sagte Oberbürgermeister Axel Jahnz bei der Begrüßung der rund 70 geladenen Gäste im Ratssaal. Gedenken bedeute, sich der Geschichte zu stellen, auch angesichts der Tatsache, dass Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit immer noch gegenwärtig sind.

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Pedro Benjamin Becerra, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde, mahnte nicht nachzulassen bei der Aufarbeitung der Geschichte und der Erinnerung an die Geschehnisse am Abend des 9. November 1938. „Wir müssen unsere Jugend dabei mitnehmen, denn es gibt kaum noch Zeitzeugen“, sagte er. Lobende Worte fand Becerra für die freundliche Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in der Stadt in diesen Wochen.

Der Novemberpogrom war kein spontaner Ausbruch, sondern wurde von den Nazis seit dem Sommer 1938 geplant. Darauf wies Dr. Christiane Goldenstedt, 2. Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises der Jüdischen Gemeinde, in ihrer Gedenkansprache hin. „Die Pogromnacht war der Wendepunkt zur Politik der Vertreibung und Vernichtung, eine staatsoffizielle Verrohung der öffentlichen Sitten.“ Goldenstedt erinnerte an die Gegenwart: Pegida, Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, das Attentat auf eine Kölner Politikerin seien Warnung.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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