Delmenhorst - Noch im Dezember soll der erste Spatenstich für den Neubau des Feuerwehrhauses Hasbergen auf einem 16 300 Quadratmeter großen Grundstück am Horster Weg erfolgen. Das berichtete Andreas Tensfeldt, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement in der Stadtverwaltung, jetzt vor dem Ausschuss für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr. In Kürze werde der Bauantrag gestellt. Im späten Frühjahr oder im Frühsommer 2018 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

„Wir geben mehr Geld aus, aber wir haben auch mehr Zukunftssicherheit“, begründete Tensfeldt die Entscheidung für den Neubau. Zunächst war – wie berichtet – ein Erweiterungsbau an das bestehende Feuerwehrhaus geplant gewesen. Dass es erst jetzt losgeht mit dem Bau, hat laut Tensfeldt mit anderen Aufgaben zu tun, denen sich die Stadt zwischenzeitlich stellen musste: der Unterbringung der seit September 2015 in die Stadt gekommenen Flüchtlinge.

Die beengten räumlichen Verhältnisse hatten jahrelang für Verdruss bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hasbergen gesorgt. Zeitweise wollte sogar der Ortsbrandmeister aus diesem Grund und weil die Hasberger Wehr bei der Stadt kein Gehör fand, sein Amt zur Verfügung stellen.

Das Gebäude ist untergliedert in einen sogenannten Schwarzbereich (roter Klinker) mit zwei Alarmeingängen, der Fahrzeughalle für Fahrzeuge bis zehn Meter Länge, Werkstatt, Lager-, Technik- und Umkleide- sowie Sanitärräumen und einen Weißbereich (weißer Putz) mit Haupteingang, Schulungs- und Besprechungsräumen, Büros für den Ortsbrandmeister und seinen Stellvertreter und Sanitäranlagen einschließlich eines Behinderten-gerechten WCs. Beide Gebäudeteile sind mit Pult- bzw. Flachdächern versehen.

Architektin Andrea Vennebörger wies auf eine Besonderheit des Neubaus hin: Die sechs Tore der Fahrzeughalle liegen auf der straßenabgewandten Seite. Im Ernstfall würden die Feuerwehrleute mit ihren Autos vor dem Feuerwehrhaus parken und durch die beiden Alarmeingänge ins Gebäude gelangen, um sich einsatzbereit zu machen. Das soll laut Vennebörger die effektivste Lösung sein. Zudem sei der Bau so konzipiert worden, dass eine links- oder rechtsseitige Erweiterung jederzeit möglich wäre.