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NWZonline.de Region Delmenhorst

„Es gibt kein zugeschlagenes Geschichtsbuch“

19.04.2007

[SPITZMARKE]DELMENHORST DELMENHORST/BT - „Das Grauen des Holocaust geschah auch in Delmenhorst.“ Mit diesen Worten leitete Norbert Boese, Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises der Jüdischen Gemeinde Delmenhorst, gestern die feierliche Verlegung der elf neuen Stolpersteine ein.

Die Gedenktafeln aus Messing erinnern an Mitglieder von drei jüdischen Familien, die Opfer der NS-Diktatur wurden. Zum Gedenken an die Familie Ter Berg (Dwoberger Straße 104), an die Familie Cohen (Mühlenstraße 86) und an die Familie Wallach (Düsternortstraße 121) ließ der Kölner Bildhauer und Initiator des bundesweiten Kunstprojektes, Gunter Demnig, die Stolpersteine vor den ehemaligen Wohnhäusern der Familien in den Fußweg ein. Anwesend waren Verwandte der Opfer, Mitglieder der Jüdischen Gemeinde, Vertreter der Stadt sowie Schüler der Berufsbildenden Schule.

„Es gibt kein zugeschlagenes Geschichtsbuch“, mahnte Boese, „wir wollen, dass unser Land sich erinnert.“ Außerdem seien die Steine ein „Versprechen der Stadt“, dass sich die damaligen Zustände nicht wiederholen.

Nach dem vergangenen Sommer ist dies die zweite Stolperstein-Aktion in Delmenhorst. Über 11 000 Stolpersteine sind bisher in Deutschland und Österreich verlegt worden. „Das Projekt geht weiter, das Interesse ist so groß“, sagt Demnig.

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