Delmenhorst - Cheyenne findet Schmetterlinge toll. Deswegen hat die Vierjährige am Donnerstag im Jute-Center aus gelben Tonpapier einen ausgeschnitten und klebt ihn nun sorgfältig auf das Plakat mit dem Titel „Das wünsche ich jedem Kind für ein gutes Leben“. Denn fröhlich bunte Falter sollen auch anderen Kindern Freude bringen.
„Es ist wichtig, dass die Kinder selbst zu Wort kommen“, so Regina Hewer von der Organisation terre des hommes. An diesem Weltkindertag können sie das und: Vor allem können sie einen Nachmittag lang Spaß haben.
Vor und im Jute-Center sind zahlreiche Stände aufgebaut. Zwischen dem Geruch von frisch gebackenen Waffeln toben sich zahlreiche Kleine aus. Ob beim Bobby-car-Parcours, Erbsen-Schlagen, Basteln oder in der Märchenstunde – alles dreht sich um die jüngsten Menschen in unserer Gesellschaft.
Zum zweiten Mal haben sich alle Delmenhorster Organisationen und Vereine, die mit Kindern zu tun haben, für das Fest zusammengetan. Unter dem Motto „Kinder brauchen Zeit“ feiern sie auch hier in Delmenhorst den Weltkindertag. „Wir hoffen, den Kindern heute einen schönen Tag machen zu können“, so Almut Bitter, Sprecherin des Delmenhorster Teams von Unicef. Denn wie eine aktuelle bundesweite Umfrage im Internet von Unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk ergeben hat, haben die Kinder eines immer weniger: Zeit – für sich, zum Entspannen und Spielen. Die Schule nimmt durchschnittlich pro Woche rund 38 Stunden lang Kinder und Jugendliche in Anspruch.
„Bei Zeit geht es nicht nur um Masse“, sagt Irma Michel, Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Delmenhorst. Ihrer Meinung nach sei den Kindern schon geholfen, wenn die Eltern die gemeinsamen Stunden intensiver nutzten. Ganz nach dem Motto „Familie – nicht nur nebenbei“.
Und so sind viele Eltern am Donnerstag dabei. Stolz fotografieren sie ihre Kleinen beim Toben und geben ihnen so genau das, was diese brauchen: Zeit.
