Delmenhorst - Wie jedes Jahr eröffnete die Freiwillige Feuerwehr Delmenhorst Stadt ihren Dienstbeginn mit der Jahreshauptversammlung am ersten Dienstag im Februar. Ihre Mitglieder können sich auf die Schulter klopfen. Nicht nur, dass abertausende Arbeitsstunden für die gute Sache geleistet wurden, 2016 war auch das einsatzreichste Jahr seit 2006.

Ortsbrandmeister Axel Sanders berichtete vom aktuellen Status der Feuerwehr. Ihm zufolge gab es auch 2016 wieder eine hohe Summe geleisteter Stunden der Mitglieder. 20610 Stunden leisteten die Retter. Ehrenamtlich und somit in der Freizeit – unterstrich Sanders die Leistung. Ihm zufolge gibt es einen Rückgang der Personalstärke von 93 auf 85 Aktive in der Einsatzabteilung durch Wohnortwechsel, Arbeitsplatzwechsel, geänderte Lebensverhältnisse und Überstellung in die Seniorenabteilung.

Am 31. Dezember war der Personalstand der niedrigste seit zehn Jahren. „Dementgegen werden im laufenden Jahr einige Überstellungen aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung erfolgen“, so Sanders.

Eine Zunahme der Brandeinsätze und einen Rückgang im Bereich der technischen Hilfeleistungen gab es laut Sanders im vergangenen Jahr. Dabei musste die Wehr zu keinem einzigen Sturmeinsatz ausrücken.

Das heißt noch lange nicht, dass es wenig zu tun gab: 103 Mal wurde sie alarmiert, alleine 42 Mal wurden Brände im Stadtgebiet bekämpft – ein Höchstwert. 41 Mal jedoch stellte sich der Anlass als Fehlalarm heraus, ebenfalls öfter als in jedem Jahr seit 2006.

Dabei retteten die Feuerwehrleute Pferde, Gebäude und natürlich auch viele Menschenleben. In Erinnerung bleiben wird sicherlich der Brand des Josef-Hospitals Mitte im September und das Löschen einer Scheune, in der 200 Rundballen brannten. Nicht mehr helfen konnten die Retter drei Personen, die im Laufe des Jahres unter Züge geraten waren.

Bürgermeister Hermann Thölstedt dankte im Namen der Stadt Delmenhorst den ehrenamtlichen Feuerwehrmitgliedern für ihre Leistungen bei den Einsätzen und die Bereitschaft, diese hohe Dienststundenanzahl neben Familie und Beruf zu leisten. Außerdem überbrachte er Grüße von Oberbürgermeister Axel Jahnz.