Delmenhorst/Ganderkesee - Die in Deutschland Zuflucht suchenden Asylbewerber werden die Situation auf dem Arbeitsmarkt verändern. „Da ist eine Menge in Bewegung“, sagte Nils Oltmanns, Teamleiter Markt und Integration beim Delmenhorster Jobcenter, bei der Vorstellung der Arbeitsmarktdaten für den Monat September am Mittwoch, „aber wir wissen nicht, was auf uns zukommt.“ Die Agentur, so Oltmanns, sei auf alle Fälle vorbereitet.
Von größeren Veränderungen ist auf dem Arbeitsmarkt in Delmenhorst und Ganderkesee indes noch nichts zu spüren. Wie üblich im September, ist die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk (Stadt Delmenhorst und Gemeinde Ganderkesee) leicht gesunken, weil die Firmen wieder Mitarbeiter einstellen und das neue Ausbildungsjahr begonnen hat. Oder wie es die Wildeshauser Agenturgeschäftsstellenleiterin Sandra Sandra Heywinkel formuliert: „Die Sommerpause ist vorbei, die Kunden gehen in Arbeit.“
Im September waren im Geschäftsstellenbezirk 4947 Menschen arbeitslos gemeldet, 97 weniger als im Vormonat August und 42 weniger als vor einem Jahr. Die Quote sank von 9 auf jetzt 8,9 Prozent. In der Stadt Delmenhorst für sich betrachtet ging die Arbeitslosigkeit von August auf September um 65 Personen auf aktuell 4254 Personen zurück, die Quote sank von 11 auf jetzt 10,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es allerdings 110 Arbeitslose mehr.
Die Zu- und Abgänge aus Arbeitslosigkeit zeigen weiterhin Dynamik. Im September meldeten sich 883 Menschen neu oder erneut arbeitslos, das waren 51 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 955 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 59 weniger als im September 2014.
