Delmenhorst - Der Tierschutzerein Delmenhorst und Umgebung möchte für die Stadt Delmenhorst ganz offiziell die Aufgabe der Fundtier-Unterbringung übernehmen. Welche Möglichkeiten dafür bestehen, wurde ausführlich auf der kürzlich stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Vereins diskutiert. Zurzeit werden die Delmenhorster Fundtiere in einem Tierheim in Bergedorf in der Nachbargemeinde Ganderkesee untergebracht. Jetzt soll der Vertrag neu ausgeschrieben werden und die Delmenhorster Tierschützer sind entschlossen, ihren Hut in den Ring zu werfen. Was nach Auffassung der Stadtverwaltung allerdings unter dem Gesichtspunkt der Einhaltung der Vorgaben des Vergaberechts problematisch werden könnte.
Als Auffang- und Vermittlungsstelle für herrenlose Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen hat sich der Tierschutzhof des Tierschutzvereins am Schillbrok einen guten Ruf erarbeitet. Für ein „richtiges“ Tierheim müssten noch Unterbringungsmöglichkeiten für Hunde dazukommen. Vereins-Pressesprecher Henning Suhrkamp gab sich auf der Jahreshauptversammlung optimistisch: „Eine Finanzierung wäre Hand in Hand mit dem Tierschutzbund und der kommunalen Politik unter bestimmten Voraussetzungen möglich.“
Aus terminlichen Gründen seien die vom Tierschutzverein eingeladenen Oberbürgermeisterkandidaten der Versammlung ferngeblieben, so Suhrkamp weiter. „OB-Kandidatin Heidi Naujoks begrüßte das Anliegen aber und machte den Tierschützern ein Gesprächsangebot, das diese annehmen werden.“ Auch Axel Jahnz unterstützt laut Suhrkamp den Vorstoß der Tierschützer, Delmenhorst brauche ein eigenes Tierheim. Der SPD-Kandidat favorisiere ein interkommunales Modell gemeinsam mit den Nachbargemeinden. „Wenn die Finanzierung steht, werden die Mitglieder auf einer extra Mitgliederversammlung um ihr Votum gebeten“, kündigt der Vereinssprecher an.
