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NWZonline.de Region Delmenhorst

Jüdische Gemeinde: Gedenken an Opfer der Schoah

09.04.2013

Delmenhorst Es war eine stille, eine ruhige Andacht: Am Montag gedachten Mitglieder der jüdischen Gemeinde der sechs Millionen ermordeten Juden während der Nazi-Herrschaft in Europa. Rund 30 Männer und Frauen waren anlässlich des „Jom Ha Schoah“ genannten Tages zum Friedhof an der Syker Straße gekommen. Die Zeremonie verlief, dem Anlass entsprechend, in würdiger Ruhe. Polizisten sorgten für die Sicherheit der Anwesenden.

Oberbürgermeister Patrick de La Lanne und Pedro Benjamin Becerra, 1. Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Delmenhorst, legten einen Kranz mit blauweißer Schleife am Eingang des Friedhofs nieder.

Dann versammelten sich die Anwesenden im Halbrund, um gemeinsam zu beten. Rabbiner Jona Simon trug das Gebet vor, die Versammelten antworteten ihm. In einer kurzen Ansprache betonte Simon, dass das Leid der Schoah nicht vergessen sei. Auf beiden Seiten sei man sich dessen bewusst.

Auch zu der Schändung des Jüdischen Friedhofs im vergangenen Sommer äußerte sich Simon. Er sei positiv überrascht gewesen, welchen Rückhalt und welche Unterstützung die jüdische Gemeinde damals in der Gesellschaft, den Parteien und den Vereinen gefunden haben.

In der Nacht zum 17. Juni 2012 hatten Unbekannte auf dem Friedhof Grabsteine umgestoßen, mit Hakenkreuzen beschmiert und weitere Verwüstungen angerichtet. Daraufhin hatten sich viele Delmenhorster Bürger mit der jüdischen Gemeinde solidarisiert.

An der benachbarten Schule veranstalteten die Jungen und Mädchen mit ihren Lehrern gemeinsam eine Mahnwache. Außerdem spendeten sie an die jüdische Gemeinde.

Diese positiven Reaktionen ließen ihn immer wieder gerne nach Delmenhorst kommen, sagte Jona Simon am Ende des Gedenkens.

„Jom Ha Schoah“ wird seit den 1950er Jahren begangen. Es wird der Opfer der Schoah und der jüdischen Widerstandskämpfern gedacht. Termin für den Gedenktag ist der nach jüdischem Kalender der 17. Nisan, der auf April oder Mai fallen kann.

Maximilian Müller Volontär / NWZ-Redaktion
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