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Englische Siedlungen: Bima will 270 Häuser sanieren
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NWZonline.de Region Delmenhorst

Gedenken an Verbrechen wachhalten

22.12.2015

Delmenhorst Mitglieder des deutsch-griechischen Kulturvereins „Dialogos“ hatten im April 2014 in den nordgriechischen Dörfern Pirgi und Mesovouno Gedenktafeln errichtet und Friedensbäume gepflanzt, um so an Verbrechen der deutschen Besatzer während des 2. Weltkriegs zu erinnern. Am 23. April 1944 hatten deutsche Besatzungstruppen in den beiden Bergdörfern blutige Massaker angerichtet und mehrere hundert Menschen ermordet, vom Kleinkind bis zum alten Greis.

Das Dorf Mesovouno war zuvor erstmals von den Besatzern bereits am 24. Oktober 1941 vollständig zerstört worden. Es gehört damit zu jenen Orten, die unter der deutschen Besatzung in besonderer Weise gelitten haben. Unter dem Titel „Unschuldige Opfer im Vermion, Pirgi und Mesovouno unter der Besatzung (1941-1944)“ haben im Jahr 2010 die griechischen Wissenschaftler Kostas Photiadis, Stratos Dordanas und Iakovos Michalidis ein Buch vorgelegt, das den griechischen Kenntnisstand über die Verbrechen der Besatzer in den beiden Dörfern auf mehr als 100 Textseiten festhält. Die Autoren haben noch lebende Zeitzeugen befragt und griechische sowie deutsche Akten studiert. Allein die Auflistung der über 500 Todesopfer umfasst dort 16 Seiten.

Da in Deutschland das Geschehen weitgehend unbekannt ist, haben es sich die „Dialogos“-Mitglieder zur Aufgabe gemacht, den Text ins Deutsche zu übersetzen und möglichst umfänglich zu verbreiten. Eine erste Textfassung, erarbeitet von den Vereinsmitgliedern Hartmut Puntigam und Heinz Schottel, liegt inzwischen vor. Dank einer Förderspende von 500 Euro seitens des „Vereins der Bundestagsfraktion Die Linke“ kann nun auch an einer professionellen Endübersetzung des wichtigen historischen Werks gearbeitet werden.

Bei einem Besuch im nordgriechischen Bezirk Ptolemaida, in den die Dörfer Pirgi und Mesovouno inzwischen eingemeindet sind, konnten die „Dialogos“-Vorstandsmitglieder Trifon Kechagias und Helmuth Riewe Ende Oktober im dortigen Rathaus mit dem stellvertretenden Bürgermeister und dem Stadtjustiziar die endgültige Fassung eines Vertrages aushandeln. Damit ist auch juristisch einwandfrei geklärt, dass der Verein eine deutsche Übersetzung des Buches in den kommenden zehn Jahren verbreiten kann, ohne die bestehenden Rechte der Autoren und der Auftrag gebenden Stadt Ptolemaida zu verletzen. Die Publikation soll im Frühjahr 2016 erscheinen.

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