Delmenhorst - Das Gelöbnis „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“ der 172 Soldatinnen und Soldaten schallte am Mittwochnachmittag über das Gelände der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne in Adelheide. 102 Freiwillig Wehrdienstleistende und 70 Soldaten auf Zeit bekannten sich mit dem feierlichen Gelöbnis zur demokratischen Grundordnung und zum Leben als Staatsbürger in Uniform.

Vor fünf Wochen, am 4. Oktober, traten die Rekruten ihre Grundausbildung beim Logistikbataillon in Delmenhorst und bei der Marineoperationsschule in Bremerhaven an. Der Eid dient der Stärkung der soldatischen Gemeinschaft, bindet den Soldaten auf einer emotionalen Ebene an seine Pflichten und soll ihm seine Aufgabe im Staat bewusst machen.

Auf die besondere Aufgabe der Bundeswehr wies Oberstleutnant Stephan Fey die jungen Soldaten und Soldatinnen hin. „Treu zu dienen heißt nicht, etwas passiv zu dulden. Bringen Sie sich aktiv ein.“ Tapfer zu sein bedeute, seinen Dienst zu erfüllen – auch außerhalb der eigenen Wohlfühlzone und auch dann, wenn das eigene Leben gefährdet sei. Vor allem in Zeiten der Kriege und Flüchtlingskrise werde die Aufgabe der Bundeswehr, Schutzlosen zu helfen und den Frieden zu schützen, als wichtig empfunden.

Oberbürgermeister Axel Jahnz hielt als öffentlicher Vertreter die Gelöbnisansprache. Er unterstrich, dass die Bundeswehr einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Demokratie und der Menschenrechte leiste. „Wenn ich in Ihre entschlossenen Gesichter blicke, bin ich mir sicher, dass auch Sie die Aufgaben der Bundeswehr erfüllen werden“, so Jahnz. Mit einer Verbeugung zollte er den Soldaten Respekt für ihren Dienst in der Bundeswehr. Den zahlreich vertretenden Angehörigen sagte Jahnz, dass sie stolz auf die Wehrdienstleistenden und Soldaten auf Zeit sein können.

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland