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NWZonline.de Region Delmenhorst

Doch kein Mammutprozess vorm Oldenburger Landgericht

07.03.2017

Delmenhorst /Oldenburg 34 Verhandlungstage, mehr als 100 Zeugen, größte Sicherheitsvorkehrungen. So war es geplant. Doch dieser Mammutprozess gegen eine rumänische Einbrecherbande (die NWZ berichtete) bleibt dem Oldenburger Landgericht nun womöglich erspart. Im Verfahren gegen die sechs Angeklagten aus Delmenhorst, Bremen und Osterholz-Scharmbeck hat es nach zweitägiger Beratung eine grobe Einigung unter den Prozessbeteiligten über die zu erwartende Strafe gegeben. Das könnte den Prozess erheblich verkürzen.

Angedacht sind nun Gefängnisstrafen zwischen drei und vier Jahren. Nur einer der sechs Angeklagten, die im vergangenen Jahr in Delmenhorst und Bremen massenhaft in Geschäftsräume, Tankstellen und Kioskräume eingebrochen sein sollen, soll noch mit einer Bewährungsstrafe davonkommen. Bedingung: Die Angeklagten, denen schwerer Bandendiebstahl in 43 Fällen zur Last gelegt wird, legen ein umfassendes Geständnis ab. Das würde die Zahl der zu vernehmenden Zeugen erheblich verringern.

Der „Deal“ fiel schwer. Alle mussten zugunsten einer Verfahrensbeschleunigung Abstriche machen. Die Staatsanwaltschaft hatte sich Gefängnisstrafen für die Angeklagten von bis zu sechs Jahren vorgestellt. Aber auch sie sah das Problem eines Mammutprozesses, der die ohnehin schon mit Haftsachen stark belastete Vierte Große Strafkammer des Landgerichtes an den Rand des Zumutbaren bringen könnte. So willigte denn auch die Anklagebehörde in den „Deal“ ein.