Delmenhorst - Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Nächstenliebe – und ganz in diesem Sinne stellte die Schülervertretung des Delmenhorster Gymnasiums an der Willmsstraße am Montag eine bunte Aktion auf die Beine: Sie beschenkte Flüchtlingskinder zum nahenden Weihnachtsfest.
Die Schülerinnen und Schüler, die am Montag beim Verteilen der begehrten Päckchen halfen, hätten sich besonders an den leuchtenden Augen der Kinder aus dem Flüchtlingsheim begeistert, berichtete Klaas Wiggers, Oberstudienrat am Gymnasium. Er hatte die Schülervertretung bei ihrem Vorhaben unterstützt und begleitet. Die einzelnen Weihnachtsgeschenke wurden dabei von den beteiligten Schülerinnen und Schülern selbst eingepackt.
Bereits vor gut sechs Wochen habe die Schülervertretung des Willms-Gymnasiums den Entschluss gefasst, ihre Weihnachtsaktion für die Flüchtlinge in Delmenhorst auszurichten. Um die nötigen finanziellen Mittel dafür bereitstellen zu können, verkauften die Schüler 400 Schoko-Nikoläuse, die mitsamt einer persönlichen Botschaft von einem Schüler an einen anderen Schüler „verschickt“ werden konnten. Dadurch wurden 200€ Euro erwirtschaftet, die nun dem Integrationslotsenteam zur Unterstützung der Vereinsarbeit gespendet wurden.
Dann rief die Schüler-Vertretung des Gymnasiums die Lehrer und Schüler auf, Weihnachtspakete für Kinder und Jugendliche zu packen, die als Flüchtlinge in Delmenhorst eine neue Heimat zu finden hoffen. „Wir wollen die Kinder und Jugendlichen damit in Delmenhorst willkommen heißen und sie an unserem Fest der Freude und des Zusammenhalts teilhaben lassen“, erklärte Schülersprecherin Julia Bode. Über 60 Pakete voller Weihnachtsgeschenke waren das Ergebnis des Aufrufs. Die beschenkten Kinder seien begeistert und sehr dankbar gewesen, während sie die Geschenke auspackten, berichtete Wiggers. Einige Kinder und deren Eltern hätten sich mit ersten deutschen Worten bedankt und sich Selfies mit den Schülern gewünscht.
Die Reaktion habe die Jugendlichen laut Wiggers darin bestärkt, die Unterstützung für die Flüchtlingskinder und die Zusammenarbeit mit dem Integrationslotsenteam fortzusetzen und auszubauen.
