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NWZonline.de Region Delmenhorst

Große Worte auf strammen Schultern

13.08.2010

DELMENHORST Bereitschaft, Tapferkeit, Treue, Kameradschaft – es waren große Worte, die beim Öffentlichen Feierlichen Gelöbnis gesprochen und den neuen Rekruten der Bundeswehr auferlegt wurden. So manch einem Soldaten schienen die Schultern trotz strammer Haltung ein wenig schwer zu werden.

Insgesamt 350 Soldaten legten am Donnerstag ihr Gelöbnis ab, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“, wie es Fregattenkapitän Volker Laabs, Kommandeur des Transportbataillons 165, in seiner Rede formulierte. 185 Soldaten gehören dem Transportbataillon 165 an. Die anderen 165 Rekruten gehören zum Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst aus Schwanewede. In beiden Anordnungen legte jeweils eine Frau ihr Gelöbnis ab.

Viele Familienangehörige beobachteten stolz, wie ihre wahrscheinlich etwas fremd wirkenden Kinder, Geschwister oder Enkel in noch etwas steifem Gleichschritt in die Mitte der Burginsel marschierten. Immerhin treten sie nun „für Demokratie, Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenrechte ein“, so Laabs.

General a.D. und Präsident der deutschen Johanniter-Unfall-Hilfe Hans-Peter von Kirchbach appellierte an den Bürgersinn der Wehrpflichtigen: „Sie übernehmen Verantwortung, die mit der Freiheit unauflöslich verbunden ist. Darum ist dieser Tag für Sie heute etwas ganz Besonderes.“

Passend zu der aktuellen Diskussion um die Sinnhaftigkeit der Bundeswehr sagte Kirchbach: „Sie dienen in einer leistungsfähigen Truppe und erfüllen einen wichtigen und sinnvollen Auftrag.“ Dabei verwies er auf die Nato sowie auf Einsätze im Kosovo, in Afghanistan und am Horn von Afrika. Die Verkürzung der Wehrpflicht werfe in diesem Zusammenhang viele Fragen auf, die nicht befriedigend geklärt seien. Finanzielle Gründe allein könnten für eine so weit reichende Entscheidung nicht ausschlaggebend sein.

Schließlich nahm Fregattenkapitän Laabs den Wehrpflichtigen ihr Gelöbnis ab. Nur einer der Rekruten fehlte: Er war kurz zuvor in Ohnmacht gefallen und musste von Sanitätern versorgt werden. Bleibt zu hoffen, dass es nicht all die großen Worte waren, die schon jetzt zu schwer auf seinen Schultern gelastet haben.

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