Anfang April 2009 sollen die ersten Anlagen in Betrieb genommen werden
Die Gründungsmitglieder
sind: Oberbürgermeister Patrick de La Lanne (Aufsichtsratsmitglied), Martin Versemann als Vertreter der Raiffeisen-Volksbank Delmenhorst-Schierbrok (Aufsichtsratsvorsitzender), Hans-Georg von der Decken (Vorstandsmitglied), Ralf Guttmann (Aufsichtsratsmitglied), Rolf Niemeyer, Thorsten Czech (Vorstandsmitglied), Wolfgang Etrich, Ulrich Weitz, und Dirk Krause.Anfang April 2009
sollen die ersten Solaranlagen in Betrieb genommen werden. Die Investitionen belaufen sich auf insgesamt 560 000 Euro.Wer Interesse hat,
der Bürgersolargenossenschaft Delmenhorst beizutreten, kann sich bei Vorstandsmitglied Hans-Georg von der Decken unter04221/ 930201 melden. Anteile können im Wert von 500 bis 5000 Euro gezeichnet werden.
Bürgerinnen und Bürger können Anteile an der Genossenschaft erwerben. Anfang Januar soll die Öffentlichkeit informiert werden.
Von Geerd Lukassen
Delmenhorst Der Klimawandel hat auch in der Region längst eingesetzt, darin sind sich alle Experten einig. Maßnahmen, um diesem Trend entgegen zu steuern, sind allerdings weitestgehend die Ausnahme. „Es ist Zeit zum Handeln“, ist Martin Versemann von der Volks- und Raiffeisenbank Delmenhorst-Schierbrok überzeugt. Die Stadt Delmenhorst ist der gleichen Meinung. Aus diesem Grund wurde am Mittwoch die Bürgersolargenossenschaft Delmenhorst gegründet. Das Konzept: Auf den Dächern der öffentlichen Gebäude sollen Solarzellen die Sonnenstrahlen auffangen und in Energie umwandeln. Diese Form der Energiegewinnung hat zwei Vorteile, erklärt Versemann: Zum einen seien die Preise für aus Sonnenenergie gewonnenem Strom wesentlich geringer, darüber hinaus sei diese Form der Energiegewinnung auch noch umweltfreundlich.
Ein dritter Vorteil: Die Bürgerinnen und Bürger können Anteile an der Genossenschaft erwerben und damit von der alternativen Stromerzeugung profitieren. „Wir rechnen mit einer Rendite von bis zu 4,5 Prozent“, leistet Versemann Überzeugungsarbeit für den Beitritt. Allerdings steht für den Banker nicht die Gewinnmaximierung, sondern die „ideelle Bedeutung“ im Vordergrund. Bei Oberbürgermeister Patrick de La Lanne hatte Versemann mit seinen Argumenten Erfolg. Mit 500 Euro beteiligt sich der oberste Bürger der Stadt – als Privatperson – an der Genossenschaft.
Bislang ist geplant, auf den Dächern des Max-Planck-Gymnasiums und der GSG an der Cramerstraße Solarzellen aufzustellen; 30 Vier-Personen-Haushalte sollen so mit umweltfreundlicher Energie versorgt werden können. Zur Zeit sei die Stadtverwaltung auf der Suche nach weiteren geeigneten Dächer, so de La Lanne. Er hofft nun auf die rege Beteiligung aus der Bevölkerung. Anfang Januar soll auch die Öffentlichkeit über die Genossenschaft informiert werden, der genaue Termin steht noch nicht fest.
