Delmenhorst - Nachdem das Unternehmen Grützmacher Maschinenbau GmbH am Donnerstag dieser Woche Insolvenz angemeldet hatte (NWZ  berichtete), gab der Geschäftsführer nun Details bekannt. Seit diesem Freitag sind 21 langjährige Mitarbeiter, neun Auszubildende und ein Praktikant arbeitslos – die Mitarbeiter haben sich am Morgen beim Arbeitsamt gemeldet.

Seit drei Monaten wurden Löhne und Gehälter nicht gezahlt. Damit sei der Insolvenzgeldzeitraum ausgeschöpft, sagte der vom Amtsgericht zugewiesene vorläufige Insolvenzverwalter Berend Böhme.

Das bedeutet, dass die Mitarbeiter zeitnah einen 80- bis 90-prozentigen Anteil des Insolvenzgeldes bekommen, was rückwirkend den Gehaltsausfall ausgleichen soll. Für die Zukunft bestehen keine Insolvenzgeldansprüche mehr. „Der Insolvenzantrag ist spät gestellt worden“, so der Böhme. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft“, sagt dazu Geschäftsführer Axel Grützmacher, der beim Pressegespräch sichtlich niedergeschlagen war.

Nun hofft er, dass der „Restart“ gelingt: An diesem Freitag stand die Produktion still, doch in der kommenden Woche soll im besten Fall ein Teil der Produktion wieder angefahren werden, um vorhandene Aufträge abzuarbeiten.

Grund für die Insolvenzanmeldung ist laut Grützmacher eine Abwärtsspirale, die mit der Finanzkrise im Oktober 2008 für das Unternehmen begann. Zwar habe es immer wieder Monate mit sehr guter Auftragslage gegeben, doch für die Gesundung des Unternehmens habe das nicht ausgereicht. Auch privates Vermögen hat Grützmacher in die Rettung der Firma, die sein Vater 1969 gegründet hatte, investiert.