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NWZonline.de Region Delmenhorst

Delmenhorster IT-Experte gibt Tipps gegen WannaCry

18.05.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-05-18T16:05:38Z 280 158

Weltweite Cyberattacken:
Delmenhorster IT-Experte gibt Tipps gegen WannaCry

Delmenhorst „Cyberattacken gab es schon immer und wird es auch immer wieder geben“, sagt Sandro Wendt, Inhaber von Xan It-Solutions. Der Delmenhorster ist seit über 20 Jahren in der IT-Branche tätig und berät Unternehmen rund um das Thema IT-Sicherheit.

Schadsoftware weltweit

Warum die aktuelle Schadsoftware WannaCry so „erfolgreich“ sein konnte, weiß der 46-Jährige ganz genau. „Solche Angriffe basieren immer auf Sicherheitslücken. Das Betriebssystem von Microsoft ist das am weitesten verbreitete weltweit und somit für Hacker automatisch am attraktivsten.“ Die Schadsoftware WannaCry befiel kürzlich tausende Rechner weltweit und verschlüsselte die Dateien auf den Computern. Im aktuellen Fall ging es nicht darum, nur Unternehmen zu schwächen. Hacker haben die Software weltweit so weit wie möglich gestreut, um möglichst viel Geld zu verdienen. So wurden Geldbeträge in Bitcoins, einer gängigen Internetwährung, gefordert. Doch auch Privatpersonen waren betroffen. Sie wurden aufgefordert, 50 Euro per PaySafe oder U-Cash zu überweisen. Werden Sicherheitslücken bekannt, dauert es eine Weile, das Problem zu lösen. In diesem Zeitraum werden die Hacker schnell aktiv. Dagegen anzukommen ist schwer. „Sowas gab es schon immer und wird es immer geben“, so Wendt. Ist ein Computer befallen, gehe es nur noch um Schadensbegrenzung. Betroffene könnten leider nur reagieren. Im Zweifelsfall rät Wendt immer: Nur nicht anklicken.

Präventiv arbeiten

Wendt arbeitet vor allem präventiv. Haben Kunden etwa mit ihren Laptops im Ausland gearbeitet, landen die Geräte nach Ankunft erst einmal bei ihm. Bevor die Computer wieder ans Firmennetz gehen, kontrolliert er, ob sie sich nicht irgendeine Schadsoftware eingefangen haben. Neben gefälschten E-Mails ist vor allem „infizierte“ Werbung ein Problem. „Man besucht irgendwo eine Webseite und auf dieser Seite wird Werbung geschaltet, die von einem befallenen Server kommt. Das bekommt man erst einmal gar nicht mit. Die beinhaltet einen entsprechenden Code, der versucht in das System einzudringen.“ Wichtig sei es daher, immer sensible Daten fernab des PCs gesondert abzuspeichern.

Das rät der Fachmann zur Sicherheit

Immer ein Backup von wichtigen Dateien herstellen und dies auf einem gesonderten Speicher (externe Festplatte, Cloud) aufbewahren.

Sicherheitsupdates immer und schnell installieren.

Virenscanner sind zwar wichtig, jedoch nicht immer auf dem neusten Stand. Viele Trojaner sind heutzutage Unikate, die in Sekundenschnelle ihre Signatur ändern können.

Nicht alles anklicken und immer vorsichtig sein. Doch weiß auch IT-Experte Wendt, dass dies manchmal leichter gesagt ist als getan.

Generell rät IT-Experte Wendt auch davon ab, Smartphones für Transaktionen zu verwenden. Vor allem gefährdet seien Smartphones mit dem Betriebssystem Android, IOS eher weniger. „Wenn es um Geldüberweisungen geht, habe ich einen speziellen abgekapselten Computer. Mit dem wird weder gesurft noch werden E-Mails empfangen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit eines Befalls deutlich gesenkt.“

Sicherheitslücke Handy

Auch wenn es rein technisch kaum noch Unterschiede zwischen Smartphone und Computern gebe, sei die Sicherheitslücke immer noch ein Problem. Hersteller hinkten oft noch hinterher, wenn es darum ginge, Sicherheitslücken bei Smartphones zu schließen. „Es gibt wenige Hersteller, die schnell Sicherheitsupdates anbieten. Das heißt, man ist auf dem Stand des Kaufdatums. Wenn in der Zwischenzeit Lücken bekannt sind, werden die nicht gepflegt.“ Manchmal dauere es bis zu sechs Monate, bis ein Upate verfügbar ist – eine viel zu lange Zeit. Cyberattacken in der letzten Zeit unterscheiden sich jedoch stark von Angriffen von vor einigen Jahren, denn Hacker sind immer besser gerüstet.

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