Delmenhorst - Erkrankt ein Mensch an Demenz, bedeutet das oft eine große Belastung für die Angehörigen. Vor allem wenn diese den Kranken selbst Zuhause pflegen. „Besonders der langsame Abschied von seinen Liebsten ist dabei eine enorme seelische Belastung“, sagt Monika Zabel, Leiterin des Projekts „Atempause“. Das Projekt wird seit 2005 von der Evangelischen Seniorenhilfe organisiert und unterstützt die Angehörigen demenzkranker Menschen.
Zum fünften Mal werden nun Teilnehmer und Teilnehmerinnen gesucht, die den Kreis der ehrenamtlichen Mitarbeiter erweitern und eine Schulung zur Betreuung demenzkranker Menschen absolvieren möchten.
Im Rahmen des Angebots wird eine stundenweise Betreuung der Erkrankten durch die Mitarbeiter angeboten, um den Angehörigen ein wenig Freiraum für eigene Interessen, Termine oder Besorgungen zu verschaffen – eben eine Atempause.
Derzeit beteiligen sich 15 Mitarbeiter an dem Projekt, doch der Bedarf steigt. Besonders gefragt sind in diesem Jahr auch Teilnehmer, die nicht nur Deutsch, sondern auch eine Zweitsprache wie Russisch, Polnisch oder Türkisch sprechen. „Viele Senioren mit Migrationshintergrund sind oft noch sehr in ihrer Muttersprache verhaftet und durch Demenz verstärkt sich dieses noch“, so Zabel.
Im Zeitraum vom 25. Oktober bis zum 21. November werden die Teilnehmer in sieben Veranstaltungen ausgebildet und auch nach der Schulung monatlich begleitet. Die Kosten von 60 Euro werden bei einem Einstieg ins Ehrenamt erstattet. Grundsätzlich kann jeder, der sich dieser Aufgabe gewachsen fühlt, teilnehmen und sich auch nach der Schulung noch für oder gegen einen Einstieg ins Ehrenamt entscheiden.
Interessierte können sich montags, mittwochs und freitags zwischen 9 und 11 Uhr unter
