• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 5 Minuten.

Partei wird bundesweit beobachtet
AfD ist für Verfassungsschutz rechtsextremistischer Verdachtsfall

NWZonline.de Region Delmenhorst

Krankenhausfusion: Historische Entscheidung gefällt

24.12.2014

Delmenhorst Es gab Gegenstimmen, Befürworter, offene Fragen und Skepsis. Nun ist es beschlossene Sache: Das Klinikum und das St.-Josef-Stift fusionieren. Der Grundsatzbeschluss dazu wurde bei der öffentlichen Sondersitzung am Montag mit 26 Zustimmungen, elf Gegenstimmen und vier Enthaltungen beschlossen.

Über 100 Bürgerinnen und Bürger kamen in die Markthalle, um bei der Entscheidung dabei zu sein. Mit dabei: Gert Prahm, Betriebsratschef des Klinikums. Er nutzte die von den Grünen geforderte Einwohnerfragestunde, um seinem Ärger Luft zu machen. Es gehe bei der Entscheidung um die Bürger und die Arbeitsplätze des Klinikum. Für beide würden die Ratsmitglieder Verantwortung tragen. Es gebe zudem zu viele offene Fragen. „Sorgen Sie für Klärung“, forderte er. Dem Versprechen von Oberbürgermeister Axel Jahnz, dass es keinen Stellenabbau im Klinikum geben werde, stand er ebenfalls kritisch gegenüber.

Jahnz betonte dagegen, dass der Beschluss, die Krankenhäuser fusionieren zu lassen, kein leichter und „historisch“ sei. Er selbst habe Kontakt mit dem Sozialministerium in Hannover aufgenommen – um festzustellen, dass eine Fusion unausweichlich ist. Das Klinikum falle nicht in die Förderkulisse. „Eine Fusion stellt eine Versorgung langfristig sicher“, zitierte er ein Schreiben aus dem Ministerium. Weiter ergänzte er, dass es wichtig sei, dass Betroffene ihre Angehörigen im Krankenhaus besuchen können. Und zwar nicht in Bremen oder Oldenburg, sondern direkt in Delmenhorst.

Auch Kristof Ogonovski (CDU) sprach sich für eine Fusion aus. Schließlich sei zu berücksichtigen, dass es ohne diese Fusion kein Geld geben werde. „Nur das sichert Arbeitsplätze.“

Eines der zentralen Themen war auch die gemeinsam zu gründende Holding. Ursprünglich waren 50:50-Anteile vorgesehen. Nach einem Gutachten stellte sich jedoch heraus, dass sich die Geschäftsanteile mit 10 Prozent auf die Stadt, 90 Prozent auf das St.-Josef-Stift aufteilen. Was unter anderem auf Ablehnung stieß, war für Uwe Dähne schlichtweg die Realität. Ein Fifty-Fifty-Zusammenschluss beschrieb er als „utopisch“: „Wie soll das finanziert werden?“

Auch der ersten Rate einer Ausgleichszahlung von 1,3 Millionen Euro wurde am Montag zugestimmt. Eine Verschuldungsgrenze von 7,7 Millionen sollte die Stadt im Falle einer Fusion bis zum Jahresende einhalten. Rund zehn Millionen betragen letztlich die Schulden: Eine Ausgleichszahlung ist die Folge.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2708
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.