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NWZonline.de Region Delmenhorst

Hunger mit Spenden bekämpfen

17.10.2006

DELMENHORST Viele geben gerne Geld, um so Not zu lindern. Doch es ist ihnen wichtig zu wissen, wer das Geld wo einsetzt.

Von Thomas Bücher DELMENHORST - Weltweit leiden rund 850 Millionen Menschen an Hunger – rund 400 Millionen davon sind Kinder. Die NWZ hat die Delmenhorster in einer nicht repräsentativen Umfrage danach befragt, was sie mit dem Welternährungstag verbinden. Irmtraut Wachtendorf etwa denkt, dass es weltweit genug Nahrungsmittel gibt. Sie sieht es allerdings als ein Problem an, dass in Wohlstandsgesellschaften zu viel Lebensmittel weggeworfen werden. „Jeder Einzelne sollte deswegen nur so viel einkaufen, wie er wirklich benötigt“, schlussfolgert sie. „Statt zu viel wegzuschmeißen, könnten wir die Reste und übrig gebliebenes Essen auch an Arme und Wohnungslose weitergeben.“

Auch der Delmenhorster Lehrer Winfried Behlau setzt sich mit der Mangelernährung in Deutschland auseinander. „Untersuchungen haben ergeben, dass es in Deutschland Mangelerscheinung gibt, die es in den 60er- und 70er-Jahren nicht gegeben hat. Ein Grund dafür sind sicherlich die Imbissketten“, sagt Behlau.

Alexander Becker aus Hude hofft, dass die Deutschen einen Beitrag zur Linderung des Hungers leisten können: „Wir spenden schon viel, vielleicht sollten wir noch mehr tun. Ich spende, wenn ich ’was übrig habe.“ Auch Jacqueline Schoor zeigt sich spendabel: „Ich folge Spendenaufrufen, wenn ich es für sinnvoll halte. Doch all zu viel können wir nicht leisten.“

Christian Petersen denkt auch, dass die Unterstützung armer Länder ausgebaut werden sollte, doch er ist auch skeptisch. „Es kann nicht alles von Privatleuten getragen werden.“ Außerdem beobachte er, dass bei vielen die Angst bestehe, „dass ein Großteil der Spenden in den Organisationen verloren geht.“

Dagmar Lammers, die mit ihrer Tochter aus Vechta nach Delmenhorst zum Shoppen gekommen ist, muss beim Stichwort Welternährungstag zu allererst an gesunde und bewusste Ernährung denken. Denkt sie an den weltweiten Hunger, weiß sie, dass Spenden helfen können, die Not zu lindern. Es sei allerdings wichtig, dass diejenigen, die mit Spenden helfen wollen, wissen, wo das Geld hingehe. „Bei uns im Raum Vechta gibt es eine sehr aktive Nonne – bei ihr ist das Geld in guten Händen“, sagt Lammers.

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