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NWZonline.de Region Delmenhorst

Ärztegewerkschaft: Klinik-Konflikt verschärft sich weiter

06.11.2015

Delmenhorst Als „zunächst gescheitert“ betrachtet die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) Niedersachsen die Gespräche mit dem Klinikum Delmenhorst hinsichtlich eines neuen Zukunftssicherungsvertrages (Zusi). Das teilte am Donnerstag MB-Pressereferentin Stephanie Walter mit. „Eine Einigung ist auf Basis des provokativ veränderten Eckpunkte-Papiers nicht möglich“, bedauert Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des MB-Landesverbandes.

Massive Vorwürfe sind an Klinik-Geschäftsführer Thomas Breidenbach gerichtet. Das Mittwoch von ihm vorgelegte überarbeitete Eckpunkte-Papier wird von der Ärztevertretung als „Affront“ bezeichnet. Es gehe nicht auf zentrale Forderungen ein und bleibe hinter dem Ergebnis erster Sondierungsgespräche zurück. „Die Vertragskonstruktion entspricht nicht einmal den formal-juristischen Erfordernissen“, behauptet MB-Geschäftsführer Sven De Noni. Die Ärztegewerkschaft bemängelt vor allem die fehlenden Mitbestimmungsmöglichkeiten der Mitarbeitenden auf Holding-Ebene.

„Man bekommt den Eindruck, dass der Klinik-Geschäftsführer bewusst auf eine Insolvenz zusteuert und an einer Einigung nicht interessiert ist“, sagt Matthias Schloz, zweiter Vorsitzender des MB-Landesverbandes. Der MB sei weiterhin bereit, über den Zusi zu verhandeln. Er bietet Oberbürgermeister Axel Jahnz und dem Klinik-Aufsichtsratsvorsitzenden Harald Groth „Gespräche auf Spitzenebene“ an.

Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben auf die Angriffe aus Hannover „mit Erstaunen“ reagiert. Nach „sehr konstruktiven Verhandlungen zwischen dem Marburger Bund und Klinikum bestand Einigkeit zu diversen Themen und eine Basis für weitere Gespräche“, erklärte Thomas Breidenbach auf Anfrage.

Die in der Verhandlung am 2. November skizzierten Regelungen und Vereinbarungen aus dem Eckpunktepapier sollten abschließend juristisch korrekt formuliert werden. Diesen Part hatte zur Entlastung des Marburger Bundes das Klinikum übernommen, erklärte Breidenbach. Zuvor habe die Tarifkommission auf Nachfrage versichert, dass ein Kompromiss gefunden sei.

„Für das Klinikum ist nach wie vor eine schnelle Einigung das vorrangige Ziel“, so Breidenbach. Das vom MB vorgeschlagene Spitzengespräch mit Axel Jahnz und Dr. Harald Groth könne kurzfristig erfolgen.

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