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NWZonline.de Region Delmenhorst

FESTIVAL: Kunstverein lässt Puppen tanzen

23.10.2006

DELMENHORST Geplant ist ein Turnus von zwei Jahren. Trotz der Absage der Kammerpuppenspiele Bielefeld waren die Aufführungen gut besucht.

von THomas Bücher DELMENHORST - Meeresrauschen. Ein abgedunkelter Raum. Vorne eine kleine Bühne. Auf ihr steht aus Pappe gebaut eine kleine Fischerhütte. „Ilsebill!“, schallt es aus den Lautsprechern. Es erscheint eine kleine Handpuppe mit Schnauzbart, Mütze auf dem Kopf und brauner Weste. „Ilsebill!“.

So beginnt „Die Geschichte vom Fischer und seiner Frau“, die Wolfgang Zander am Sonntagnachmittag dem jungen Publikum in der Tanzschule Ute Wessels präsentierte. Die rund 40 Kinder sind still und blicken gebannt auf das, was auf der Puppenbühne passiert.

Die 45-minütige Vorstellung um den Fischer Jonas und seine Frau Ilsebill kommt bei den Kindern gut an. „Als Ilsebill Kaiserin in ihrem Schloss war – das hat mir am meisten gefallen“, sagt die achtjährige Vivienne nach der Vorstellung. Angelique (9 Jahre) und Askim (7 Jahre) sind sich einig, dass sie den Fisch am besten fanden. Schließlich hat er dem Fischer Jonas die Wünsche erfüllt. Die Botschaft des Grimmschen Märchens – sich auch mit dem Vorhandenen zufrieden zu geben und nicht immer habgieriger zu werden – ist an den meisten jungen Zuschauern vorbei gegangen.

Der Vorsitzende des organisierenden Kunstvereins Quartier East End, Alex Otterpohl, ist am Ende der vierten und letzten Vorstellung der Delmenhorster Figurentheatertage zufrieden: „Es ist total gut gelaufen. Wenn wir einmal davon abgesehen, dass wir eine krankheitsbedingte Absage hatten und deswegen eine Abendveranstaltung komplett streichen mussten.“ Erst wenige Tage vor Beginn des Festivals hatte Quartier East End davon erfahren, dass die Kammerpuppenspiele Bielefeld nicht auftreten werden.

Wolfgang Zander, der zweite Vorsitzende des Vereins und selber Puppenspieler, sprang spontan ein und zeigte am Sonntag zunächst das Stück „Honigdieb“ und dann „Die Geschichte vom Fischer und seiner Frau“.

Otterpohl und Zander sind sich nun sicher, dass sie die Figurentheatertage wiederholen werden. „Der Freitagabend mit der Inszenierung von ,Don Carlos’ war total toll“, freut sich Otterpohl.

Der noch junge Verein hat sich vorgenommen, die Figurentheatertage im Zwei-Jahres-Turnus zu organisieren. Immer im Wechsel mit einer anderen Kunstveranstaltung, der so genannten Kunstmeile. „Wir wollen etwas gehobenere Kunst in Delmenhorst etablieren“, sagt Otterpohl. Und dazu zählten auch regelmäßige Puppentheater-Inszenierungen.

Das neuste Projekt, dass Otterpohl und dem Verein Quartier East End vorschwebt, ist eine Veranstaltung mit „offener Bühne“ – da soll jeder die Möglichkeit bekommen, eigene Texte auf der Bühne vorzutragen.

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