Delmenhorst - Was zieht „Mann“ an, wenn es so richtig heiß ist? Eine Lektion in Sachen Männermode bei 30 Grad erhielt man am Freitag in der Delmenhorster Fußgängerzone. Bei solchen Extremtemperaturen ist zwar vieles erlaubt, aber nicht alles, was man zu Gesicht bekommt, gefällt auch.
Ergebnis des NWZ -Feldversuchs: Die topmodisch gekleideten Herren waren eindeutig in der Minderheit. Die meisten Männer hatten luftige Shorts an, die die Knie bedeckten. Auch Dreiviertel-Hosen waren zu sehen. Die Männer, die bemüht waren, besonders modisch zu sein, wirkten in mehreren Fällen nicht stilsicher und zu bunt.
Haupt-Problemzone beim Herrn ist der Fuß. Diesen bei 30 Grad modisch einzukleiden wollte den Allerwenigsten gelingen. Klobige Sportschuhe mit viel Kunststoffanteil sind im Hochsommer wegen des Mikroklimas im Schuh keine gute Wahl. Die allerschlimmste Sünde – weiße Socken in Altherren-Sandalen – war am Freitag aber nicht auszumachen.
„Streifen mit Karos und so weiter: Was manche Männer kombinieren, ist abenteuerlich“, sagt Sandra Hoppe, Fachverkäuferin im Textilgeschäft „New Yorker“. Viele Männer, die es auf eigene Faust mit dem Einkleiden versuchten, hätten nicht das richtige Gespür dafür, was bei ihnen gut aussieht. Da helfe nur „betreutes Einkaufen“ mit Unterstützung einer Einzelhandelskauffrau, der Ehefrau oder Freundin. Dann gebe es noch den Herrn mit Textileinkaufs-Phobie: „Ohne Frauen betreten die erst gar kein Geschäft“, sagt die Verkäuferin, „so ein Exemplar habe ich auch zu Hause.“
