Delmenhorst - Detlef Kloses wichtigstes Handwerkszeug ist eine Wasserwaage. Aber nicht irgendeine, sondern eine drei Meter lange Wasserwaage. Der Mitarbeiter der Lemwerderaner Firma Osima Kälte-Klima-Ladenbau hat in dieser Woche gemeinsam mit vier Kollegen in nur vier Tagen sämtliche Regale in dem neuen City-Supermarkt der Firma Inkoop im Selve-Haus aufgestellt. „Der unebene Boden hier hat uns zu schaffen gemacht.“ erzählt er. Aber dagegen gibt es ja die höhenverstellbaren Füße der Regalelemente und extragroße Wasserwaagen. Neun Stunden täglich war der Montagetrupp bei der Arbeit, bis alles lotrecht und entsprechend den Wünschen der Auftraggeber aufgebaut war. Am Donnerstag wurde aufgeräumt.

Inzwischen ist der knapp 500 Quadratmeter große Lebensmittelmarkt auch auf einen Namen getauft: „koopje“. Das ist niederländisch und als Verniedlichungsform von „koop“ (Kauf) passend für den „kleinen“ Inkoop. Genau genommen bedeutet koopje Schnäppchen oder Gelegenheitskauf.

Laut Petra Kosten von der Inkoop-Geschäftsführung wird die Öffnung des Marktes voraussichtlich am Donnerstag, 13. August, stattfinden. Wenn denn rechtzeitig die Gemüseabteilung fertig werde, da warte man noch auf die Monteure. Eine Fleischtheke oder Backwaren wird es bei „koopje“ nicht geben, denn ein Back- und ein Fleischwarenfachgeschäft liegen vor der Tür. Auch wird es keine großen Einkaufswagen geben. Ab der kommenden Woche soll die erste Ware in die Regale eingeräumt werden.

Der „koopje“-Markt schließt eine in der Innenstadt seit 2009 bestehende Versorgungslücke. Damals musste der Inkoop-Markt im Untergeschoss des Hertie-Gebäudes im Zuge der Schließung des Kaufhauses seine Flächen räumen.