Ich wundere mich inzwischen sehr, wie rabiat Rat und Verwaltung unserer Stadt den Stadtumbau betreiben. Mit nur wenigen Gegenstimmen hat der Stadtrat den Standort des Josef-Krankenhauses Delmenhorst in der Innenstadt trotz vorhandener Unklarheiten beschlossen.
Der öffentlichen Kritik stellt sich aber kein Mitglied des Rates, das dem Beschluss im Jahr 2015 zugestimmt hat. Keiner der Befürworter erklärt, warum der Beschluss so richtig ist. Schweigen von der Seite beflügelt die Öffentlichkeit zur Kritik und zu Verdächtigungen gegen den anscheinend anonymen Beschluss.
Ähnliches passiert jetzt mit der überraschenden Entscheidung der Stadtverwaltung zum Immobilienvertrag mit der AOK. Sechs Monate vor Ende des vor sechs Jahrzehnten geschlossenen Pachtvertrages teilt die Stadt offensichtlich nicht mit der in Immobiliengeschäften gebotenen Diskretion und ohne Vorgespräche der Öffentlichkeit mit, dass der Vertrag mit der AOK zum 31. Dezember 2016 ausläuft. Gründe werden nicht genannt. Basta! In der Kürze der Zeit eine andere oder neue Immobilie für die so vertriebene, bisher kundennah gelegene Einrichtung zu finden, ist unrealistisch, vor allem, weil nun die AOK den Anbietern und ihren Preisforderungen ausgeliefert ist. Mir fehlt das Verständnis für solchen rabiaten Stadtumbau, der Konfrontationen zur Grundlage hat. Hat unser Oberbürgermeister eventuell die AOK als Ankermieter für das Hertie-Gebäude vorgesehen?
