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NWZonline.de Region Delmenhorst

Inklusion: Mit Barrierefreiheit geht es vorwärts

08.08.2015

Delmenhorst Bernd Neumann drückt den Schalter am Eingang des Rathauses und die Türen öffnen sich automatisch. Mühelos rollt er ins Gebäude. Der Vorsitzende des Behindertenbeirates der Stadt Delmenhorst ist zufrieden mit der Entwicklung in Sachen Barrierefreiheit. Positiv sei vor allem die Einlassung von Blindenleitstreifen in der Innenstadt – allerdings mit einer Einschränkung. „Der Behindertenbeirat hat eine Petition beim Land Niedersachsen eingereicht. Wir möchten eine Gesetzesänderung erreichen, die genau regelt, wann Blindenleitstreifen verdeckt werden dürfen“, sagt er. Das Problem: Jeden Mittwoch und Sonnabend sind die Blindenleitstreifen auf dem Marktplatz von Ständen bedeckt.

Lob hat Neumann indes für den öffentlichen Personennahverkehr übrig. „Seit Jahren wird hier viel für die Barrierefreiheit getan“, sagt er. „Unsere Busse haben alle eine Rampe und ein Großteil der Haltestellen ist barrierefrei. Alle Busse sind Niederflurfahrzeuge, die sich auch absenken lassen“, sagt Carsten Hoffmann, Geschäftsführer der „Delbus“ auf Nachfrage. E-Scooter werden „aufgrund des mangelnden Versicherungsschutzes durch die Kippgefahr“ nicht mitgenommen. Man warte zurzeit auf ein weiteres Gutachten aus Nordrhein-Westfalen, bevor eine endgültige Entscheidung falle. Auch viele Einzelhändler seien inzwischen auf den barrierefreien Zug aufgesprungen, sagt Neumann.

Nachholbedarf sieht er noch im Bahnhof. „Dort gibt es keine Blindenleitstreifen. Die Bahn hatte sie damals abgelehnt.“ Auch die behindertengerechte Toilette am Schweinemarkt lasse noch auf sich warten. Eine Stellungnahme dazu von Oberbürgermeister Axel Jahnz lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor.

Hinsichtlich des barrierefreien Wohnraums wünscht sich Neumann „keine zentrale Unterbringung von Menschen mit Beeinträchtigung“. Wer aber von vorn herein barrierefrei baue, hätte mit keinen Mehrkosten zu rechnen.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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