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NWZonline.de Region Delmenhorst

Mit der Ruhe kommt das Kribbeln

21.07.2017

Delmenhorst Wenn unangenehmes Kribbeln, Brennen, Stechen oder Ziehen in den Beinen einen Bewegungsdrang auslösen, ist dafür oft das „Restless Legs Syndrom“ (RLS) verantwortlich. Übersetzt steht der Begriff für ruhelose oder unruhige Beine. Für Betroffene dieser Krankheit gründet der Delmenhorster Arthur Roselius nun eine Selbsthilfegruppe.

Was steckt dahinter?

Das RLS ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems, bei der Betroffene oftmals einen starken Bewegungsdrang verspüren. Der ständige Drang, sich zu bewegen, kann für Betroffene auf Dauer sehr belastend sein. „Während man sich bewegt, ist alles in Ordnung. Erst wenn man zur Ruhe kommt, geht es los“, berichtet Roselius, der selbst von der Krankheit betroffen ist. „Das erste Mal habe ich als Jugendlicher gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ich war im Kino und konnte einfach nicht still sitzen“, erinnert sich der 76-Jährige. „Da ich aber viel gelaufen bin, hat sich die Krankheit Jahre lang im Hintergrund gehalten.“

Was kann man tun?

Die durch das RLS bedingten Schlafstörungen können zu körperlicher und seelischer Erschöpfung führen und die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Es handelt sich zwar um eine chronische Krankheit und ist nicht heilbar – mit der richtigen Behandlung kann man diese Erkrankung jedoch in den Griff bekommen. „Es gibt zum Beispiel verschiedene Medikamente, die helfen“, so Roselius.

Außerdem kennt der Initiator der Selbsthilfegruppe auch den ein oder anderen Trick, um die kribbelnden Beine „ruhig zu stellen“: „Mir hilft es zum Beispiel, wenn ich einen nassen Lappen nehme und das Kribbeln quasi betäube“, erzählt er.

Viele Patienten empfinden es zudem schon als Erleichterung, wenn sie erfahren, dass ihre Krankheit einen Namen hat und sie mit ihren Beschwerden nicht allein sind.

Wo bekommt man Hilfe?

Das erste Treffen der neuen Delmenhorster Selbsthilfegruppe findet am Dienstag, 25. Juli, um 19 Uhr im Gesundheitstreff Schaar-Haus, Raum 1, Bremer Straße 14 in Delmenhorst, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. „Bei den Treffen können sich die Betroffenen austauschen, beispielsweise über gute Ärzte. Außerdem stoßen sie auf Verständnis, da die anderen Teilnehmer mit denselben Problemen zu kämpfen haben“, erklärt Roselius.

Anmeldungen und Nachfragen sind möglich bei Arthur Roselius, Telefon 04221/ 20159, oder bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Gesundheitsamt, Telefon 04221/992625.

Gloria Balthazaar
Volontärin, 3. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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Delmenhorst | Gesundheitsamt

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