Delmenhorst - Ein reger Andrang herrschte am Mittwoch in den Räumlichkeiten des Delmenhorster Jobcenters, Am Wollelager 21. Zwischen 14 und 15.30 Uhr fand hier ein „Marktplatz für Arbeitssuchende mit gesundheitlichen Einschränkungen“ statt.
„Toll, dass so viele Kunden heute zu uns kommen“, freute sich Frank Müntewarf, Geschäftsführer des Delmenhorster Jobcenters, während er Besuchern den Weg zu verschiedenen Workshops und Informationsständen wies. „Rund 300 Kunden haben wir heute eingeladen“, fuhr Müntewarf fort, „erfahrungsgemäß haben wir allerdings mit 60 bis 80 Gästen gerechnet.“
Dass tatsächlich mehr Besucher dem Angebot des Jobcenters gefolgt waren, sei einer irrtümlich ausgesprochenen rechtsfolgenbehafteten Einladung geschuldet, fügte Marion Denkmann, stellvertretende Geschäftsführerin im Jobcenter, hinzu. „Die Teilnahme an unseren Marktplatzangeboten ist natürlich freiwillig“, betonte sie.
200 von 5560 arbeitslosen und arbeitssuchenden Delmenhorster Jobcenterkunden sind nach Angaben von Denkmann schwerbehindert. „Mit einem unverbindlichen und freiwilligen Informationstag möchten wir diesen Menschen einen anderen Blickwinkel auf ihre persönliche Situation aufzeigen“, betonte die Bereichsleiterin Markt und Integration.
Zwar stünden viele der Gäste seit längerem in engem Beratungskontakt mit Mitarbeitern des Jobcenters, „gerade eine ganz andere Atmosphäre und Gesprächssituation kann jedoch dazu führen, dass sie ihre Lebensperspektive plötzlich positiver bewerten und sich nicht nur an ihre Schwächen erinnern, sondern auch ihre persönlichen Stärken erkennen.“
Besondere Gesprächsstrategien im Umgang mit ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung konnten Besuchern in den kostenfreien Workshops erlernen. Auf dem weiteren Veranstaltungsprogramm standen außerdem ein Bewerbertraining sowie Informationen zu gesundheitlicher Prävention. Zudem hatten alle Gäste die Möglichkeit, sich vor Ort im Bereich des Bewerberbüros und Arbeitgeberservices über offene Arbeitsplätze zu informieren sowie rechtliche Angelegenheiten mit Mitarbeitern der Deutschen Rentenversicherung zu besprechen.
