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MUSIKSCHULE Neue Produktion mit tragischen Zügen

Der letzte Vorhang fällt am 1. Oktober

Das Buch

zum Musical „Flora, die rote Gefahr“ stammt von David Thompson. Für die Delmenhorster Inszenierung zeichnet Musikschulleiter Michael Müller verantwortlich.

Der Vorverkauf

hat bereits begonnen. Premiere wird am Freitag, 16. September, um 19.30 Uhr gefeiert. Darüber hinaus gibt es noch vier weitere Aufführungen im Kleinen Haus. Sie beginnen am Sonnabend, 24. September, um 19.30 Uhr, am Sonntag, 25. September, um 16 Uhr sowie am Freitag, 30. September, um 19.30 Uhr. Die definitiv letzte Vorstellung findet am Sonnabend, 1. Oktober, um 19.30 Uhr statt.

Kartenvorbestellungen

sind unter Tel. 04221/14113 bei der Musikschule der Stadt Delmenhorst möglich.

Liza Minelli gab mit dem Stück ihr Musical-Debüt. Es ist in Delmenhorst insgesamt fünfmal zu sehen.

DELMENHORST/LO - Alljährlich im September wartet die Musikschule der Stadt Delmenhorst (MSD) mit einem neuen Musiktheater-Knüller auf. Nach der Operetten-Persiflage „Im weißen Rössl“ fiel die Wahl diesmal auf das Kammermusical „Flora, die rote Gefahr“ von Fred Ebb (Gesangstexte) und John Kander (Musik). Premiere ist am Freitag, 16. September, um 19.30 Uhr im Kleinen Haus.

Die 20 Mitwirkenden des Musiktheater-Ensembles unter der Leitung von MSD-Chef Michael Müller probieren seit einem Jahr an dem außergewöhnlichen Stück, das hierzulande erst zweimal gezeigt worden ist.

Die Bezeichnung Kammermusical bedeutet, dass das Stück nicht für ein volles Orchester geschrieben ist – lediglich Klavier und Klarinette begleiten die eingängigen Nummern, für die Fred Ebb und John Kander weltberühmt sind.

Nicht nur die Form, sondern auch die Handlung setzt sich vom lauten Musical-Spektakel deutlich ab: Die Geschichte spielt im Amerika der dreißiger Jahre, in den Zeiten der so genannten Depression – und bietet damit durchaus politische Parallelen zur Gegenwart in Deutschland, heißt es in der Ankündigung.

Die Handlung um Flora, die stellungslose, sozial engagierte Modezeichnerin, die sich in den ebenfalls arbeitslosen, für die kommunistische Bewegung engagierten Modezeichner Harry verliebt und durch ihre Fürsorge und Selbstaufopferung an allen Fronten persönlich zwangsläufig scheitern muss, ist durchaus tragikomisch. Wortwitz und Situationskomik wechseln mit eindringlichen Szenen, die die Zuschauer so schnell nicht vergessen werden, verspricht Müller.

Die Zusammenarbeit von Fred Ebb und John Kander ist legendär: Musicals wie „Cabaret“ oder „Woman of the Year“ stammen aus ihrer Feder. Ihr Erstlingswerk „Flora, die rote Gefahr“ kennt man hierzulande kaum – obwohl damit Liza Minelli ihr Debüt feierte.

„Dieses Stück ist ein Muss für alle echten Musical-Fans und ein schöner Einstieg in die neue Konzert- und Theatersaison in Delmenhorst mit einer renovierten Maschinerie im Kleinen Haus, wovon das Musical reichlich Gebrauch machen wird“, so Müller.

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