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NEUBAU Hier wird verpackt und montiert

Rund 200 Euro Lohn Pro Monat

Die Werkstätten

an der Richtstraße bieten jetzt 205 geistig und körperlich Behinderten einen Arbeitsplatz. Hinzu kommen 60 nichtbehinderte Mitarbeiter. Im jetzt eingeweihten Betrieb 2 an der Richtstraße haben 90 behinderte Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz gefunden.

Rund 150 Firmen

aus dem In- und Ausland gehören zu den Auftraggebern der Werkstätten in Delmenhorst. Darunter die örtlichen Unternehmen Terex Atlas, Armstrong DLW und Klingele.

Die dw-Lohnempfänger

bekamen 2007 durchschnittlich 200 Euro monatlich. Der Durchschnittslohn der Werkstattbeschäftigten bundesweit lag bei 156,70 Euro.

Das Stammhaus war längst zu klein geworden. Die Gesellschaft brachte das Geld für den Neubau selbst auf.

Von Mechthild Voigt

Delmenhorst Nach mehrjähriger Bauzeit und zunächst provisorischer Nutzung ist am Freitag der zweite Fertigungsbetrieb der Delme-Werkstätten (dw) in unmittelbarer Nähe des Stammhauses an der Richtstraße offiziell eingeweiht worden. „Alles erfolgte ohne öffentliche Mittel“, erläuterte stolz dw-Geschäftsführer Georg Linz den rund 300 Gästen. Der Neubau auf dem 4200 Quadratmeter großen ehemaligen Gelände eines Supermarktes kostete die gemeinnützige Gesellschaft rund zwei Millionen Euro. Er beherbergt den Verpackungs- und Montage- sowie den Keramikbereich. Dafür war es mit den Jahren im Stammhaus zu eng geworden.

Hans-Karl Pallas, Vorsitzender der Lebenshilfe Delmenhorst und Umgebung, dankte Oberbürgermeister Patrick de La Lanne für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Nur so sei es möglich geworden, die Werkstätten in zentraler Nähe von Jute-Center und Bahnhof zu errichten: „Es war uns immer wichtig, dass die Behinderten in der Stadt zu sehen sind“, so Pallas. Und auch die Möglichkeit, die Arbeitsplätze mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erreichen zu können, sei stets von großer Bedeutung gewesen.

Pallas richtete einen Appell an alle potenziellen Arbeitgeber. Sie mögen prüfen, welche Dienstleistungen sie von den Werkstätten in Anspruch nehmen könnten. Gleichzeitig forderte er eine leistungsgerechtere Bezahlung. „Für die Monatsleistung eines Behinderten arbeitet mancher Manager lediglich eine Stunde“, gab er zu bedenken.

Der Oberbürgermeister bescheinigte den Werkstätten, ihr Ziel zu erreichen und Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. „Vielleicht wird es sogar noch einen dritten Betrieb geben“, orakelte er. Dankesworte richteten die Redner an Betriebsleiterin Irina Schlüter. Sie habe die enorme Belastung durch Bau und Umzug hervorragend gemeistert.

Nach den Grußworten hatten die Besucher ausgiebig Gelegenheit, die neue Einrichtung zu besichtigen. Für Abwechslung und viel Applaus bei den Beschäftigten und Mitarbeitern sorgten Auftritte der Musikband „Hausmarke“ und der Tanzgruppe mit dem Stück „Black Power“.

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