Delmenhorst - „Die Patienten freuen sich über unsere Hilfe. Wir kommen schnell in Kontakt, weil wir keinen Mitarbeiterstatus haben“, geben die sechs Damen übereinstimmend preis. Das Vertrauen sei extrem hoch, erklärt Marie-Anne Birke. Sie arbeitet ehrenamtlich als eine der acht Frauen im Patientenbegleitservice. Die Mitarbeiterinnen des Projekts haben sich zum Geburtstag im St. Josef-Stift getroffen, um über das Eingangsjahr zu berichten.
Rosemarie Badge, Angelika Thomassek, Petra Wennekamp, Veronique Amoyi-Müller und Stephanie Lau haben neben Marie-Anne Birke den Weg ins Krankenhaus gefunden. Ins Rollen gebracht hatte die Tätigkeit Pflegedirektorin Heike Büssing. Gemeinsam mit Stellvertreterin Antje Behrens gründete sie das Projekt im vergangenen Jahr zum Zweck, die Krankenschwestern und -pfleger zu entlasten.
Die Begleiterinnen haben Spaß an der Pflege. Zu ihren Aufgaben gehören das Zeigen der Zimmer oder die Hilfe beim Transfer ins Bett. Oft werden sie von den Mitarbeitern angerufen. Mittlerweile sind sie etabliert. „Sie sind nicht mehr wegzudenken“, sagt auch Büssing. Genau so sehen es die acht Frauen. „Wir haben eine Riesenakzeptanz bei den Schwestern und Pflegern“, so Badge.
Drei Stunden in der Woche sind die Kräfte tätig. Für die Nachmittagsbesetzung wird noch gesucht. Einige der Begleiterinnen sind noch im Beruf, einige bereits in Rente. Alle wollen nützlich sein. „Es ist ein schönes Gefühl, wenn man sieht, dass wir helfen können“, sagt Lau. Der Service hat sogar einen Platz am Haupteingang. Leuchtend gibt ein Schild „Patientenbegleitung“ bekannt, wo sich Patienten an das Personal wenden können.
Vorm ersten Service müssen die Begleiter eine Einführung mitmachen. Dort werden Sicherheitshinweise, Hygieneparagrafen und Rechtliches vorgestellt. Vorkenntnisse in der Pflege brauchten ehrenamtliche Mitarbeiter natürlich nicht.
Informationen zum Begleitern von Hilfsbedürftigen gibt es im St. Josef-Stift unter
