Delmenhorst - Die Anwohner des Hermann-Allmers-Weges in Bungerhof haben Erfolg gehabt. Die Ausweisung eines neuen Wohnbaugebiets für junge Familien nördlich ihrer Wohnstraße ist vom Tisch – bis von der Erschließungs-GmbH Delmenhorster Geest, die das Sieben-Hektar-Areal zwischen Hermann-Allmers-Weg und der Straße Am Heidkamp entwickeln wollte, ein neuer Antrag gestellt wird.

Bei nur zwei Gegenstimmen von Volker Wohnig (Linke) und Peter Stemmler (UAD) wischte der Bau- und Planungsausschuss am Mittwoch die Verwaltungsvorlage vom Tisch. Die massive Präsenz der Anlieger und ihre zahlreichen Zu-Wort-Meldungen in der Einwohnerfragestunde sowie die Unterstützung durch den NABU haben die eindeutige Entscheidung womöglich befördert.

Stadtplaner Ulrich Ihm von der Verwaltung nannte vor der Abstimmung Gründe, die für die Aufstellung eines B-Planes sprechen. „Die Nachfrage nach Familienbaugebieten ist seit einigen Jahren sehr groß, solche Leute wollen neu bauen“, sagte er. „Wir müssen die Bedarfe, die objektiv bestehen, berücksichtigen.“

Die siedlungspolitische Sprecherin des NABU, Margitta Spiecker, bewertete die Zulassung neuer Baugebiete durch die Gemeinde Ganderkesee in unmittelbarer Nähe als Negativbeispiel, dem man nicht folgen sollte. Pirat Andreas Neugebauer forderte die Aufstellung eines Baulückenkatasters und die bauliche Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich. Axel Konrad (FDP) verlangte, die bereits bestehenden Baugebiete erst einmal zuende zu entwickeln. Annette Schwarz kritisierte den Verlust weiterer landwirtschaftlicher Flächen durch die Zersiedelung am Stadtrand.